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1629
29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 26z
^wmten italienischen Truppen in die Niederlande marschiren musten, von woher einekon Nachricht über die andere einlief. Montmorencr, der Geldhülfe verlangte,mehr 52000 Thaler bekommen. Ehe dü Fargis in der Mitte des^gusts Madrid wieder verließ, stellte er daselbst den bekannten und dem Herzog vonbe» angenehmen Dichter Vmcenz Voirüre auf. Dieser witzige Kopf wüste sichsch°.v trafen von Glrvarez treflich einzuschmeicheln, konnte aber doch nichts Ent-^ wendes für seinen Herrn auswürfen.
Um Herzog von Vrleans fand auch bey den Languedokern weniger Zulaufund
^ üühung, als er erwartet hatte. Sogar an seinem Hof riß Zwietracht ein. püy-sein Günstling, der gewohnt war, überall, wo sich der Herzog aufhielt, zuord ^ konnte nicht vertragen, daß Montmorencr alles, was den Krieg betraf, amden ^e Eifersucht zwischen ihnen wuchs so stark, daß keiner den andern mehr lei-il^^stke. Auch der lothringische Herzog von Elboeuf wurde mißvergnügt, weil^^uorcncl die Anführung der Truppen nicht überlasten wollte, zu der er sich8enk der Rechte seiner Geburt berechtiget hielt. Der König gab zwar selbst Gele-^ M Beilegung dieses Zwists, aber so. daß besten Bruder seine Armee theilen,
M schwachen muffe. Die Marschälle la Force und Schomberg kamen von ver-q^denen Orten herbey; der erste gieng nach IAederlauguedok, und der andere sollteauf den Herzog von Orleans losgehn. Jedem muste also ein Haufen Truppensch a ^ gestellt werden. Llboeuf bekam die Anführung desjenigen, der dem Mar-dvn ^orce die Spitze bieten sollte, und Montmorenci war unter dem HerzogbMw Befehlshaber gegen Gcbombergen, aber bey lauter Verdrießlichkeiten,und Uneinigkeiten; daher sogar eiy Geschichtschreiber, jedoch ohne Wahrschein-Uiit-r'l ^zählt, püylaurens und einige andere hatten durch ein geheimes Verständnißwickelte» ihren Herrn und den Herzog von Montmorenci verrathen wollen. ,te H Der Marschall la Force erwartete zu Pont St. Esprit alle für ihn bestimm^füh "^pen. Mittlerweile schickte er einen Theil der gegenwärtigen Soldaten unter An-Siiye, 2 ^6 Herrn von la Roque Masiebaut in die Landschaft Vivarez, um ein Re-das der Vicomte von l'Errange, ein sehr angesehener und tapferer Herr, zumsejy^u des Herzogs von tvrleans errrichtete, zu zerstreuen. L'Etrange ward in^rschanzung angegriffen und gefangen, und ohngeachtet aller Vorstellungen des^N d, e ^"Elboeuf gerichtlich verurtheilt und enthauptet, um den übrigen Herrenster Partey Schrecken einzujagen.
von ^ Nach einigen mislungenen Versuchen auf languedokische Plätze kam der Herzog^ir da<!^b nach Beziers, und erfuhr daselbst, daß Gchomberg in der Grafschaft^>ie H,Städtchen St. Felix de Carmain, drey Meilen von Castelnaudari, belagere,sktkjg ^äoae von Drleans und Montmorenci machten sich zum Entsatz des Orts
sollten aber zur. Sicherheit erst Castelnaudari besetzen: allein, Schomberg Schlacht bey
^^^vcncl wollte warten, bis ein Theil der feindlichen Armee über die Brücke mar-
alsdann den einen Theil angreifen, ehe der andere zu Hülfe kommen Am r Scpt.' Eein, Schomderg wollte einen so gefährlichen Uebergang nicht wagen, und
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