Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

i. 5 z 2 gieng an einem andern Ort über den Fluß, ehe sich Mommorenci dessen versah- D

königliche Armee bestand aus 1200 Reutern und 1000 Mann zu Fuß, nach andern aZoos Mann zu Pferd und 1500 zu Fuß (*). Die Armee des Herzogs von Eulenaber war 2000 Mann zu Fuß und zvoo zu Pferd stark, ohne einen grossen Hü"lfreiwilliger Edelleute, hatte auch drey Stücke bey sich, woran es den FeindenScbomberg stellte sich beim Anblick der Feinde an einen sehr Vortheilhaften Ort sSchlachtordnung. Der Graf von Morer, der erfahren hatte, daß es zu einemfecht kommen sollte, war mit einem Haufen fremder Remercy zu dem Herzog von Eleans gestoffen. Mstttmorenci wollte die Stellung des Feindes in Augenschein § -men. Der Prinz, der dessen Hitze kannte,, bat ihn inständig, er möchte ja nichts sUnzeit wagen; und er muste ihm versprechen, gleich nach geschehener Beobachtung ^königlichen Armee wieder zu kommen, um den Befehl zum Gefecht abzuhohlen.fahl zugleich dem Grafen von Rrcux, den Herzog von Monrmorencl nicht zu veszsen, und ihn, wenn er zu hitzig werden sollte, an sein Versprechen zu erinnern. ^Graf Moret hatte sich auf den linken Flügel begeben, Monrmorencl auf denten, und in dem Mittelpunkt war der Herzog von (vrleans. Man hatte verabrckmit dem Angrif so lange zu warten, bis das Fußvolk mit dem schweren Geschützkommen wäre und man Kriegsrath gehalten hätte: allein, dies wurde nicht beobachj uDer Graf von Moret, der äusserst begierig war, in dem ersten Gefechte, dem er .wohnte, Proben seiner Tapferkeit abzulegen, rückte am ersten vor, und blieb entM^auf der Wahlstatt, oder wurde doch rödtlich verwundet, jo daß man ihn wegtk^muste; denn die Geschichtschreiber sind nicht einig über diesen Punkt (**).

Als der Herzog von Monkmorenct hörte, daß das Treffen auf dem rechfjFlügel angiena, so vergaß er sein Versprechen, und eilte auf die Feinde los, ohne ^die Warnung des Grafen Rteux zu achten. Man empsieng ihn mit einer so- hes^Salve, daß der Haufen tapferer Edelleute, die er anführte, in einem AugenblicksBoden gelegt und zerstreuet war. Er selbst ließ sich daduxch nicht abschrecken,setzte hitzig mit einigen wenigen über einen Graben, wobey der Graf Rreux geto .und der Herzog, der wie ein gemeiner Soldat föchte, selbst etliche mal verwundetDer Herzog he. Zum grösten Unglück siel auch sein schwer verwundetes Pferd auf ihn, und ^vonMontmo- das^be noch ein anderes. Man nahm ihn gefangen, und brachte ihn nach Casteltz^,,gefangem' di, und verband daselbst seine siebenzehn Wunden, die ihm eine tödtliche Krankheck

ursachten. ^

Währenddes ganzen Gefechtes, das kaum eine halbe Stunde daurete,der Herzog von Orleans unthätig. Einige beschuldigen ihn, er habe viel Gleichd^j

,'Ock

2.) ist Moret nicht an Me" ^

„ ^.k-ilt

(*) Die minder glaubwürdigenk'o-rr/e 6 bis 7000 Mann. Lernard sagt, diekönigliche Armee sey nur um den dritten Theil sostark gewesen, als die Armee des Herzogs vonGrleans.

(**) Einem Gerüchte zu Folge, woraus Jo-seph Gründet, ein Geistlicher aus der DiöceSAngers, einen ganzen Roman geschaffen (Visä'mr 8olitaire inconnu, gu'on a erst etre 1sdornte äs Noret, rnort en Angon ea oäeuräs ls.mcete 1e 24 äs Uecembrs 1692. ä ka-

den gestorben, sondern wieder geheiltund hat hernach als Einpedler unterBruder Johann Laptisi ohnweik Satz"in sein 82stcs- Jahr gelebt. DArnrF'tt "IVlsrnorrss ollronol. 1 '. 2. p. -S

nebst andern die ganze Erzählung

aber Griffet» kalrblütige und krittM sgtf

chungen (in dem l^raits äs« prenvsS ^

rrts äs 1'tüüoire p. 287-

che in Ungeivißheit. ^