29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 265
er n Feigheit dabey blicken lassen. Andere rechtfertigen ihn, und geben vor,
habe mehr als einmal gegen den Feind anrücken wollen: aber seine Rathgeber oder —>sch"" chan sie lieber so nennen will — Verräther hätten ihn zurückgehalten. Am wahr-^Umchsien jsi, daß Püylaurens, la Riviere und la Ferte Imbaur, Feinde des^ ävgs von N^ontmorenci, Schrild daran waren; denn da der Marquis von Tri*gel^ e^ ven Herzog mit so wenig Mannschaft auf den stärksten Haufen der Feinde los-abe ^ wollte er ihm mit seinem Regiment Reuter folgen; es widersetzte sich ihmf.s/ ^ Marquis von la Ferte Imbaut, unter dem Vorwand, er habe keinen Be-'A dazu.
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^ . Gchomberg sahe die Gefangennehmung des Herzogs von Mstttmoreuci^ "uen Sieg an. Zufrieden mit diesem Vortheil, der ihm so wenig gekostet, blieb er.-Mahr ' ' - -. ' '
7<!"3esahr eine Stunde lang auf dem Schlachtfeld, und da er sah, daß die Feinde ganz^hig in ihrer Stellung blieben, so führte er seine Truppen triumphirend nach CastelnamAm folgenden Tag ließ ihm der Herzog von Orleans ein zweites Gefecht anbre-
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OrleanS.
Am 9 Sept»
kick' Eein, der Marschall war viel zu klug, als daß er sich ohne Noth mit dem vermuth-kön Tonerden in ein neues Gefecht hätte einlassen sollen, worinn dieser hatte bleibenEr antwortete ihm also, er würde jederzeit ein Gefecht mit dem Bruder deslgs zu vermeiden suchen: wenn er aber angegriffen würde, so müste er sich wehren.
I)i,E? ^^'zog konnte sich also ruhig nach Beziers zurückziehn. Aber wo sollte er weiter^"lweder muste er zu den Spaniern übergehn, oder bey dem König Gnade suchen,vlit ^len Bedingungen unterwerfen. Allein, die Pässe nach Spanien waren schonbie ^viglichen Truppen besetzt; und die Herzogin von Montmorenci, welche hofte,d^Rnadigung ihres Gemahls würde einer der ersten Artikel bey dem Vergleich mitHr ^-örng seyn, bewegte den Prinzen durch Worte und Thränen, seinen Zwist mit dem Vergleich z,vi-dat, beizulegen. Der König befestigte diesen Entschluß in dem Gemüth des Prinzen sitzen bemKü-ty ^ch, daß er ihm versprechen ließ, ihn nebst seinem ganzen Hofstaat geneigt aufzuneh- nig und demkeim ^ an seinem Hof mit aller Güte zu begegnen, wenn er nur seinen Fehler er- »o»
^ und allen Verbindungen in und ausser dem Reich entsagen wollte. ^""""
Dieses Erbieten wurde von dem Prinzm so wohl aufgenommen, daß er denke ^ von Lhaudebonne nach Pont Samt-Esprit, wo sich derKönig aufhielt, schick-Und d lösten Versicherlingen der Treue und Folgsamkeit auf die Zukunft aussern ließ,k'3en " ^bnig bat, das Geschehene zu vergessen, und ihm feine Forderungen zu bewil-jc> e^'. Diese wurden aber im Staatsrath so übertrieben und der Würde des Königs,v>eyd ^ be>n Wohl des Prinzen so ungemäß befunden, daß man es bey dem muste be-^ lassen, was man ihm vorher angeboten hatte.
Sliotz - Inzwischen hatte die Ankunft des Königs eine allgemeine Bestürzung in Lan-hvrß,^^Mrsacht, und die auftührischen Städte beeiferten sich um die Wette, zum Ge-ihn zurückzukehren. Die Einwohner von Albi jagten ihren Bischof fort, weil manihn 0 ^" Urheber der Unruhen bewachtere. Da dieser Prälat besorgte, man möchteder nack nehmen, so floh er nach Florenz, von da er erst nach des Königs Tod wie-«vankreich kam. L.a Lrstp, Hariptmann der Leibwache des Herzogs vonUnd ward aus der Citadelle von Agde, wo er Befehlshaber war, gejagt;
auch wieder unter die Herrschaft des Königs. Als der Herzog von Dr-Äli°"Aeziers erfuhr, daß die königlichen Truppen von allen Seiten gegen ihn an-"L.W.H.ZE). N-H.2I.TH. Ll rückten,