Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
266
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2y. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

,6z 2 rückten, so wollte er die wenige Mannschaft, die ihm noch übrig war, in dieAm rv Sept. ziehen: aber die Einwohner widersetzten sich. Er verließ also nebst der Herzogin vdtNommorencr die Stadt, und begab sich nach Olönzac in der Diöceö St. Pons. ^eben dem Tag kamen die Marschalle la Force und Vrrrr vor die Stadt, deren BewEner ihnen die Thore bfneten, und dem König einen neuen Eid der Treue leisteten.

Gasts wüste nicht, wohin er sich wenden sollte. Alle Städte hatten EThore verschlossen, so daß er nur in schlechten Dörfern sich aufhalten muste, diedazu von königlichen Truppen umgeben waren. Er ließ die Einwohner zu Beziersten, ihm eine Freistätte zu gönnen: sie antworteten aber, daß sie dies ohne ausdrüa/chen Befehl des Königs, dem sie aufs neue Treue geschworen, nickt thun könnten.schickten auch an diesen einen Kourier, um dessen Willen zu erfahren. Der Kardi^der den Prinzen durchaus hindern wollte, aus dem Königreich zu gehn, ließ ihnen ^laubniß ertheilen, ihn nur mit seinen Bedienten aufzunehmen, doch sollte er die TEmit Zoo Mann bewachen dürfen? jedoch Gasts wollte nicht einmal, daß sich seine TrEpen der Stadt nähern sollten, und ließ dem König sagen, sein Wort allein sey ihm"ber, als eine Bedeckung von i oooo Mann. Er schickte abermals den Herrn voniLkEdebonne an den König, um ihn zu bitten, daß er die Vergebung, die er dem HEvon Elboeuf und den Personen seines Hauses habe angedeihen lassen, auch auf Edie ihm gefolget waren, ausdehnen möchte; die übrigen Punkte des-Vergleichs wolleganz dem Willen des Königs anheim stellen. Allein, Richelieu war fest entschloßin Ansehung dieses Punkts nicht im geringsten nachzuge-ben. Lhaudebonne gab äversteht», der Prinz würde am Ende in alles willigen, was der Hof verlangen möEwenn man nur einen sichern Mann an ihn schicken wollte, der dessen Gemüth zu lenss,wüste. Büllion wurde hierzu bestimmt: aber der König verlangte erst Geisel für ^Sicherheit dieses Ministers. Man befürchtete, die Leute des Prinzen möchten aus Ezweiflung den Abgesandten des Königs gefangen nehmen, und Mittel finden, ihnRoussillon zu bringen, und ihn zum Vortheil des Herzogs von Monrmorencl Echen (*). Bey der Ankunft des Hofs zu Montpellier brachte (Lhaudebonne dielangten Geisel, und am zweeten Tage hernach ließ der König den Herrn von BüEnebst dem Marquis des Feste) mit folgenden Bedingungen abreisen: ') daß der PEseinen Fehler aufrichtig bereuen, ihn bekennen, schriftlich deswegen um Verzeihung ^ten, und versprechen sollte, allen dem Wohl des Staats zuwider laufenden RankeEentsagen, und kein Verständniß mehr mir irgend einer fremden Macht, auch nicht w,der Königin seiner Mutter, so lange sie noch in den gegenwärtigen Umstandenunterhalten; 2 ) daß er sich an dem von dem König zu bestimmenden Orte aufhaltendaselbst als ein wahrer Bruder und Unterthan leben wolle; z) daß er sich derer, dü'l'^mit ihm verbunden und ihren Eigennutz durch seinen und des Staats Schaden zu bELern gesucht hatten, auf keine Art annehmen wollte, und daß er nicht meynenals hatte er Ursache, sich zu beklagen, wenn sie der König mit den verdienten (Am Lbelegte: doch sollten seine Hofbedienten von diesem Artikel ausgenommen seyn; 4) ^' er für die Auslander, die gewafnet mit ihm ins Reich gekommen, keine besondere

(*) So wie nach des minder glaubwürdigenZtaliencrs Siri Bericht, die Königin Mutterdie Madame Combalet, Nichte des Kardinals

Richelieu, aufheben zu lassen Willens geseyn s.ll, um durch eine ihr angedrohte -ptung den Herzog von Montmorcnci zu reu

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