Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
267
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 267

!^hken, sondern zustreben seyn sollte, wenn ihnen der König erlaubte nach Roussillongehen; 5) daß er von nun an zur Besetzung seines Hofstaats, und besonders zur, anzlerstelle, Personen nehmen sollte, die dem König gefällig waren; 6) daß püy-Urens, als Haupturheber aller bösen Anschlage, die den Prinzen zur Uebertretungdi^^^cht verleitet, dem König von allen heimlichen Ranken Nachricht geben sollte,

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. wider dessen Dienst und den Vortheil der Minister, zum Nachtheil des Staats ge-^mredet worden ; und daß er erklären sollte, er wolle für einen Verbrecher angesehend ^^wenn denen zu unterzeichnenden Artikeln nicht würde nachgelebt werden; 7) daßIv^ Herzog allen seinen Dienern und Anhängern befehlen sollte, den König von allem,s wider seinen Dienst geschahe, zu benachrichtigen.

H Die Verhaltungsbefehle des Herrn von Büllisn brachten mit sich , daß er,Gasts diese Bedingungen verwürfe, dem püylaurens andeuten sollte, daß dere.hng h" als die einzige Ursache der Widerspenstigkeit seines Bruders betrachte. Ersck^ Vem Herzog vorstellen, es sey nicht klug gehandelt, seine Person einer äugen-^Mulichen Gefahr auszusetzen, um den tollen Ehrgeitz eines jungen Menschen zu sät-lick wenn diese Vorstellung bey dem Herzog keinen Eindruck machte, und er folg-lia! ^auf beharrte, daß ihm eine allgemeine Lossprechung für alle seine Anhänger bewil-O't würde; so sollte er ihm nur sagen, daß der König auch diesen verzeihen würde, wenn^ hm dagegen den pü'staurens zur Bestrafung überlassen wollte. Denn Richelieu^ versichert, daß dieser allemal sein eigenes Leben dem Leben des Herzogs von Mottt»y^.venct vorziehen würde, und daß er alst durch diesen Vorschlag den Günstling des,^'izen nöthigte, zur Rettung seines eigenen Lebens seinen Herrn zu bereden, den Her-von kNsrirmorenci völlig zu verlassen. Büllisn fand bey seiner Ankunft denH von (Drleans sehr geneigt, sich dem Willen des Königs zu unterwerfen. Seine»^^'Mlte schienen zwar Anfangs mehr Standhaftigkeit, Muth und sogar Trotz zu Zei-sig ^er sie gaben bald nach, als man ihnen vorstellte, wie leicht es dem Köiug falle,

H alle gefangen zu nehmen und auf das strengste zu bestrafen. Sie bewegten also deny 'vzen alle vorgeschlagene Punkte anzunehmen, nur den dritten ausgenommen, der^"scheinlich auf den Herzog von Montmsrenci Me, dessen Begnadigung auszu-^ des Prinzen erforderte, indem er der Herzogin von Mommorencig^A"Nal eidlich versprochen hatte, keinen Vergleich, worinn ihr Gemahl nicht mit be-einzuqehn. Endlich aber bewilligte er auch diesen Punkt, indem ihm Bül-vorstMe, er könne ohne die völlige Unterwerfung unter den Willen des KönigsSen v klangen; dieser würde nur noch mehr aufgebracht werden, wenn der Prinz We-stes ^be„s des Herzogs von Montmorencr einige Versicherung verlangte; dasBe-seyn, wenn er dessen Schicksal dem Gutdünken des Königs überliesse, und*veqen r blinde Gehorsam, den er ihm bey dieser Gelegenheit leisten würde, könne ihndes Herzogs ausser aller Furcht setzen.

^r Vergleich wurde zu Beziers geschlossen und unterzeichnet. Der Herzog Arn -^tan c; "2 nahm alle Artikel ohne die geringste Aenderung oder Einschränkung an.sprach'" 9 re noch eine Urkunde bey, worinn der Herzog bey seinem fürstlichen Wort verrAmst s Ee Artikel auf das genaueste zu beobachten, die guten Absichten des Königs zur^svtih ^ hlnes Staats nach allem Vermögen zu befördern, und allen dessen Dienern,

^ dem Kardinal, günstig zu seyn. Die zween Abgeordneten erklärten hierauf

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