Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

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Als der Herzog hörte, daß keine Begnadigung zu hoffen sey, so bat er destAruoux und drey andere gegenwärtige Jesuiten, ihm bis ans Ende beizustehn. ^Scharfrichter entblößte ihm den Hals und einen Theil der Schultern, und so gienSfreudig durch den Hof des Rathhauses zur Blutbühne, grüßte alle Personen die in"Hof waren, und bat sie, dem König zu melden, daß er als ein demüthiger Untersvon ihm und mir der grasten Reue über die ihm zugefügten Beleidigungen sterbe.Block, auf dem er den tödtllchen Streich empfangen sollte, war zu niedrig, und esihm, wegen einer Wunde an der Kehle, sauer an, sich darauf zu legen. Desw^hieß er den Scharfrichter mit dem Zuhauen so lange warten, bis er eine bequemeregefunden hatte. Sobald dies geschehen war, so schrie er: Hauet beherzt zu! ^Jesu, mmm meinen Geist auf! —> So starb Heinrich der Zwecke,von tNonrmorencr, der, ob er gleich als Verbrecher hingerichtet wurde, auch in^ser schimpflichen Stellung alle Merkmale eines christlichen Helden äusserte, im EJahre seines Alters, von ganz Frankreich, selbst von Ludwig dem Dreizehn^bedauret! Denn obgleich dieser König eine natürliche Neigung zur Strenge hattemachte er sich doch nachher selbst heftige Vorwürfe, daß er sich durch die Thränen /Bitten seines ganzen Hofs nicht hatte zur Gnade bewegen lassen. Er versicherte ^Prinzen von Londe auf seinem Todberte, daß man ihm bey dieser Sache Gewalt ^gethan, und ihn durch allerhand Staatsgründe hingerissen hatte. Er sehte hinzu, .!Könige waren sehr unglücklich, daß sie nichts, als verkehrte Berichte, zu Hörensmcn, daß sie in ihre nächsten Verwandten, in ihre vornehmsten Bedienten, und ichin diejenigen, denen sie am günstigsten waren, Mißtrauen sehen, und ihr Verh^chnach den Hirngespinsten einer Staatökunst einrichten mästen, die sehr oft nichts als ^ !Interesse eines andern, seyen. §

Die Herzogin Acht Tage nach dieser Hinrichtung wurde der auf eine so betrübteArt zur Ach

von Montmo-we gewordenen Herzogin von Montmorenci befohlen, Languedok zu verlassen,^,Kloster. "ach Montargis, oder la Fere, oder Moulin zu gehn. Sie wählte den letzten ^weil er am weitesten vom Hof entfernt lag, und beschloß, in das daselbst neuangch^,Nonnenkloster von der Heimsuchung Maria zu gehen, und ihrem Gemahl dort ein ptchtiges Grabmahl errichten zu lassen. Allein, sie konnte die Erlaubniß dazu erst chiRichelieu's und Ludwigs Absterben erlangen. Die nachherige Regentin, ^ ^von Oestreich, erlaubte ihr, den Leichnam ihres Gemahls nach Moulins bringtlassen, und ihm noch im Tode alle mögliche Ehre zu erweisen s).

s) ilicmorr'ee-i» I)«c p. 148 -181-

Aiemois-er äe Lsic»»e 2. p. 71-84. iiiemor-E -ie p. 9 0 -10 8. Me'Mop'er ^ '/a-

/o» 'll. r. P. 1 thg. an -ie

lorrar 1'. 2. p. 192 lhiz. 'll r. ll. 16.

p. r 91 - Z« 4 - ^ ^ y. 624.65a.

IVlemolrss äs kilskisllsu 1^. 1 . ^>. z/z.

6«-»^ killt, äs liisbelleu i,. 4. 177. 192.

krosex erlmlnel äs IVlesllrs kienrzr i)uc äslVIoiicruoreus)-' etc- äans 1 e ch, L-rr-i-

c/i? i. 2. p. 8l -190. 6r>ar-l killt, äs

ka vle äu Duo ä'Llpernou D z. y. 178-199.

killtolre ä'kienrzr, äsrnier Ous äs lÜs/ trenszr, par ä« (.>01 ä llarlsEine andere Geschichte dieses Herzogs vo>> s,i>Ungenannt-« ä llarls 1699. ir. äetiri. ll?. z. p. 8r; - 8zr. sirr 1°. 7. ^

5)2 - 578- Bergl. />? ll'. 7. k>-14-2)7. -47-ZZ4. k^. zz. )° 1^

Gnsfek Th. 1;. S. 188-r 66 . ^

8 . S. 505-548. killtolre äs 1 a ^ ^üloritrriorencv, par U. De/oimea«^', >,1764- 5 Voch,n 8- lla Vle äsNourmorens^ 8 uperlsure äs 1 a rill

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