Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29 . Buch. Ludwig der Dreizehnte.

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Sanr . Gleich am ersten Tag nach der Enthauptung des Herzogs reißte der König r 6 zr»allein, mit einem ganz kleinen Gefolge, von Toulouse ab, und kam in wenig Ta-Amzi. Okt.Hirsch Versailles. Der Kardinal nebst der Königin und dem grösten Theil des HofsP > uch einige Tage langer in Toulouse auf, und nahm den Weg durch Güyenne undderm ^ ^ er die Festungswerke von Brouage, die er mit unermaßlichen Kosten hatte

h. hren lassen, und sein mit königlicher Pracht erbautes Schloß Richelieu besehen Der Marsch.

^ Als man nach Bourdeaux kam, starb der Marschall von Gchomberg an ei-E ^ch°m-^^chlagfluß, im 5 listen Jahr seines Alters. Zu gleicher Zeit bekam Richelieu Am^/Nov.Noch o ^^ige Verstopfung des Harns, daß man an seinem Leben verzweifelte. Den-anst < ^ ^er Gouverneur, Herzog von Epernon, die zum Empfang der Königin ver-Ted ^n Freudensbezeugungen anstellen. Man gab zu der Zeit, da der Kardinal inber/^fahr war, einen Ball, wobey der Siegelbewahrer Lhatearmeuf tanzte, derVorkehrungen machte, um nach des Kardinals Tod erster Minister zu werden.

^elteu, der ihm kurz vorher 100000 Livres gescheirkt hatte, vergab ihm dies niemals.

2^ Die Königin reißte ohne den Kardinal nach Paris. Er aber blieb noch einige Kaltsinn zwi,der, c" bourdeaux, wo ihm die Gegenwart des Herzogs von Epernon grosse Unruhe schm Stiche.'>»^ffachw. Schon zu Toulouse war zwischen beiden ein starker Kaltsinn entstanden. u.Eprr-^'chelreu hatte dem Herzog den Vorschlag thun lassen, ihm sein Gouvernement von"'"*'worauf sein zweeter Sohn, der Herzog von la Palette, Anwartschaft hatte,

Sen die Anwartschaft auf das weit beträchtlichere Gouvernement von Güyenne abzu;bg/n. Der Herzog war auch geneigt dazu; aber er forderte zugleich den Marschalls;te Frankreich für seinen ältesten Sohn, den Herzog von Landale. Diesen konn-ierr d t ^^elieu nicht leiden, weil er bisweilen auf dessen Unkosten den Hof mit Scher-zi? ; er schlug also dies Gesuch ab, und Epernon behielt sein Gouvernement,dvij, 'w^lms Herzogs von Mommorenci, seines Verwandten, hatte ihnhei?5^hr gegen den Kardinal entrüstet, so daß dieser nach kaum anscheinender Gesund,bourdeaux verließ t).

dritte«», ^ der Rückkunft des Königs nach Paris war der Herzog von Okleans zum Der HerzogPrin- ^ aus dem Reich entwichen. Moitmorenci hatte die Vermahlung dieses von Orkansdeckt- ' *vvvon vorher der französische Hof keine Gewißheit hatte erlangen können, enl> entweicht zumGnad/'"weder weil er hofte, durch die Entdeckung eines so wichtigen Geheimnisses drittenmal,fenbabr-" bringen, oder weil er sich im Gewissen für verbunden hielt, dasselbe zu of-der ' Dafto hatte Nachricht von dieser Entdeckung erhalten, upd befürchtete,seche möchte ihm diese Heurath als ein Verbrechen anrechnen. Ausserdem mustenalles , die sich durch den Vertrag zu Bezierö anheischig gemacht, dem König

was wider seinen Dienst vorgenommen worden, und die bisher diesekeile r, ""g gelaugner, mit Grunde besorgen, Richelieu möchte sie wegen dieser Unrzu ^ ziehen. Daher riechen sie dem Prinzen allster Frankreich SicherheitMn. chr selbst nahm den Vorwand von der Hinrichtung des Herzogs von Mont-- - . morenci,

' äe Noulms, ttres äes m-anu- rle 1a Vie vuc ä'Llpernon

^ äans ce Mlonastere. L Oer- z. p. roo-riz. Vergl. Schlegel Th. 8.

1769. -Voll. in r.. S. «. ff.

. „ ^ 1. r. PL§- 8r lh.