Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
282
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Richelieu ver-folget seinenEntwurf ge-gen das HausOestreich. Er-neeret dasBündniß mitHolland.

Am is April.Neue vergeb-liche Unter-hand!. mitdem Herzogvon OrleanS.

282 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

also nach Florenz zu ihrer Tante, der verwittweten Großherzogm. Zu Mayland^wieß ihnen der Kardinal Znfant alle mögliche Ehre; eben dies thaten die Genueser. 0Florenz blieben sie drey Jahre lang: die dasige Luft war ihnen aber so zuwider, day !fast unaufhörlich krank waren; daher begaben sie sich nach Wien zu der Kaiserin ibNyre, Tante der Herzogin von mütterlicher Seite. .

Die Prinzessin von Pfalzburg, Schwester der beiden Herzoge vongell, folglich auch der mit dem Herzog von Drleans vermahlten Prinzessinrethe, bediente sich eines andern Mittels zu ihrer Flucht. Sie besaß einen männlichrmv kühnen Geist, sprach sehr frey und laut von den Ungerechtigkeiten des französischeHofs gegen ihr Haus, besorgte aber am Ende, deswegen in eine förmliche Gcfanßslschaff zu gerathen. Sie dachte also auf ihre Rettung, und bediente sich dazu des Dstandes eines Edelmanns, Herrn von Brone. Dieser fuhr täglich in einer Kutw'ausNancizu einem Marienbild, eine Viertelmeile von der Stadt, unter demwand einer neuntagigen Andacht, weil er vorgab, er habe einen unheilbaren Schn^an einem Bein, das er auf ein längs des Schlags liegendes Bett ausstreckte. hnhdieses Bett kroch eines Tags die Prinzessin, kam so glücklich zur Stadt hinaus, und ssmit dem Herrn von Brone unter guter Begleitung nach Besanxon, lind von da N§ /Brüssel. , .

Richelieu, dessen vornehmste Absicht dahin gieng, Lothringen zur Zeit ^Kriegs mit'Oestreich zu besitzen, schien sich nicht viel um diese Flucht zu bekümmern: ^doch ließ er die unglückliche Herzogin Nikoläa, die allein noch in Nana gebliebennach Paris bringen, wo sie ihre Ansprüche an Lothringen gegen ihren Gemahl, g^ihre Schwester Rlaudia lind den Herzog Franz behaupten und ausführen sollte. Allemvor ihrer 'Abreise von Nanci ließ sie eine Protestation gegen alles, was man sie zumtheil ihres Hauses zu unterzeichnen nöthigen würde, aufsehen »). -

Richelieu, immer aufmerksam auf die Ausführung seines Entwurfs/ ^Haus Oestreich zu schwächen, verband sich nicht allein, nach der für die Schweden .glücklichen Schlacht bey Nördlingen näher mit dem Kanzler Mxenstierna, erneutnicht allein auf sieben Jahre das Bündniß mit den Holländern, wodurch sie sichFortsetzung des Kriegs mit Spanien gegen eine Erhöhung der französischen HüW,der (*) verpflichteten b), sondern er wollte auch Frankreichs Kräfte dazu anwendEhe aber dies letzte geschehen konnte, muste er den vermuthlichen Erben der französisi^Krone aus den Händen der Spanier ziehtn, und er arbeitete unaufhörlich daran.noch zwo Schwierigkeiten legten sich in den Weg; die erste betraf einen Sicherheit^,den der Herzog von Drleans in Frankreich haben wollte, und der andere die ,gnng seiner Heurath. Er gab endlich bey dem ersten Punkt nach, und wollte sichden ihm zugetheilten Städten begnügen: aber von der Nichtigkeit seiner Vermähl^

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^ p. 689 5 gg. P- 7^^ lhg. k.. z;. p. 79;1 hg. 8)7 1 hg 867 Igg. Griffet Th. rz. Seit.z -9 u. ff. Schlegel Th. 8- S. ?78 - 584»

(*) zooooo Livres mehr, als vorher; 1^4lich zusammen zwey Millionen und zoooovvre«.

b) O« 1 '. 6 . ?. 1 . x. 69 sgGeschichte der vereinigten Niederlande

Band der allgemeinen Welthistorie,ll. f-