Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
291
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i6zzTreffen beyAveines.

Am ro May.

Zfm'29 May.Die Franzo-sen vereinigensich mit denHolländern.

29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 29 l

^^schällen starke Eifersucht herrsche, und glaubte deswegen, es würde ihm leicht fal-kvm ^^d aus dem Felde zu schlagen. Breze fährte am rosten May dq^ Ober-dies^^o, indem er mit Lhatlllon abwechselte, und er wollte gern etwas wagen, ehehalb ^ stosten könnte. Der Prinz von Savoyen wollte auch lieber nur mit derNem^^ ganzen Armee fechten, und es kam also an demselben Tage bey Aveines, ei-Hik ohnwert Huy in Lüttich, zum Treffen. Wahrscheinlich würde Breze^ seinezieh Begierde, dem Marschall von Lhatillon den Antheil an der Schlacht zu ent-

tenü ^ cheuer haben büssen müssen, wenn nicht der letzte eben bey dem Anfang desTref-tzela w,t seiner Brigade herbeigekommen wäre. Die Spanier waren Vortheilhaft

ke "ad schlugen die Franzosen einigemal zurück: aber die spanische Reuterey könn-

^lederhohlten Angrif der französischen nicht aushalten, sondern nahm nebst dema,y Thomas die Flncht. Das Fußvolk, das nicht so geschwind folgen konnte, littde "!Ä^n dabey, lind die Artillerie nebst dem Gepäcke fiel den Franzosen in die Hän-hab e ? Nachrichten von dem beiderseitigen Verlust sind ungewöhnlich verschieden; diebei,^"'ichste ^ wohl die, nach welcher 4000 Spanier und I ZOO Franzosen geblie-bey K b)enug, der Vortheil war auf Seiten der letzten, und machte, da er gleich^ ^röfnuug des Kriegs erfochten wurde, bey Freunden und Feinden tiefen Eindruck,den -> Acht T"ge hernach vereinigte sich der Prinz von Oranten bey Maftricht mit.. Franzosen. Beide Heere bestanden nunmehr aus zoooo Mann zu Fuß und 9000g>. Wrde. Jedermann glaubte, daß die Verbundenen mit einer so ansehnlichen Machttey ^ D"'ge verrichten würden. Allein, es mangelte an Einigkeit unter den Feldher-der ^ nnd der französischen Armee besonders an Lebensmitteln. Richelieu hatte entwe-de i,, doch schwerlich zu glauben ist, gar nicht daran gedacht, oder geglaubt, es kön-Zesvr ^'^nr so fruchtbaren Lande nicht daran fehlen, oder die Holländer würden dafürhaben. Er hatte sich aber geirrt, und dies war die nächste Ursache, daß dasivyr ^ Feldzugs dem Anfange nicht ähnlich war. Der Kardinal Jnfant seiner Seitsdem Verlust bey Aveines äusserst wachsam, und machte die treulichsten Ver-^ ^"ugsanstalten. Der Kaiser schickte ihm den General ptccolornini mit r zooodie^' Die Bundsgenossen nahmen einige kleine Städte ein, und verübten dabeysich Menschlichkeiten, besonders gegen die Stadt Thienen oder Tillemont, gegen die Am ».Zu«,gch^^^st^chlich die Franzosen als ächte Barbaren betrugen. Löwen belagerten sie ver-se§. Der Kardinal Jnfant eroberte Dicst, und suchte nunmehr die Bundsgenos-D die er nahe bey Rüremonde verschanzt antraf. Die Armee des Prinzen vonSey " hatte zwar in diesem Feldzug schon einen ziemlichen Abgang gelitten, aber ge-selbst ^ stAnzösische gerechnet, war sie in einem weit bessern Zustand. Lhatlllon schriebBeide ^^chelteu, sie wäre nicht stärker als 9000 Mann zu Fuß und zooo zu Pferd,änsg^^ken betrachteten einander, ohne einen Angrif zu wagen. Der KardinalUnd der lust, weil das Treffen bey Aveines schon verlohren gegangen war, ,

^'isen von Oranren bezeigte noch weniger Neigung, sein Glück auf den unge-rn? Hv "^gang einer Schlacht zu setzen; er wollte lieber des Siegs entbehren, als durch°ie e erlag« sein Vaterland in Gefahr bringen. Mit diesen Gesinnungen warend»d die ,?^^ Feldherren nicht zufrieden; sie beschwerten sich sehrÄber das kalte Blutd>eyn 6 Entschlossenheit des Prinzen, und würden gewiß ein Treffen geliefert haben,

> e das Oberkommando gehabt hätten. Hungersnoth und Krankheiten minderten

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