Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
293
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29. Buch. Ludwig der DreizchE 29 z

^ aber weder diese Verordnringen noch die Gegenwart des Prinzen die Einwohner aufsck , ^^öanken brachten, so wurde der Prinz nach Hof zurückberufen, und der Mar--Mu ja Force muste sich den hier und da eindringenden Truppen des Herzogs von Lo-Mngen widersetzen. Weil er hierzu nicht stark genug war, so beschloß man, ihmAnführung des Herzogs von Angouleme Hülfe zu: schicken. Man ließ - 2000^Hweitzer werben; man bot die Ritter - und Lehnpferde auf, und der ganze Adel erhieltaufzusitzen lind sich zur Armee des Marschalls zu begeben.. Der Graf von^Fssöns muste den Adel von Champagne versammlen und nach Lothringen führen.s.,,^Aönig , verdrießlich über den schlechten Fortgang seiner Waffen, beschloß endlich,bin? ^ch Lothringen zu gehen. Der Kardinal,, der damals krank war, suchte es zuch und wollte den König überreden, er Ware selbst krank, dürfe folglich keine sol-. Reise unternehmen: allein, Ludwig merkte die List seines Ministers^ und bliebjUr Vorsatz. Und als Richelieu meinte, der König könne doch feine Reise bis^ .Eroberung der Stadt St., Mihel, die sich empört hatte, verschieben, so folgte erd^^iesem Rath nicht, sondern reißt«; in Begleitung des Siegelbewahrers Geguicr,Oberaufsehers der Finanzen Bouthillier, lind dessen Sohns, des Staatssekretärsi^ffvigui, nach St. Dizier , dem Sammelplatz der Armee. St., Mihel wollte sichch Vergleich ergeben, aber der König verlangte, daß die Soldaten und Officiereß,^Ssgefangene seyn, die Einwohner aber ihr Leben und ihre Güter unverletzt behaltenMein, die Minister, die Richelreu, der den König auch in der EntfernungHerrschte, mitgegeben hatte, bemühten sich, dem König die gewöhnliche Scharfe desk-^inals einzuflößen, und ihn zu bereden, daß man alle gemeine Soldaten auf die<ch°^ren schien, und die Officiere/welche Lothringer waren, als Rebellen, die andernsolche, die einem so grossen König in einem unhaltbaren Ort hatten widerstehenjch , mit der Todesstrafe belegen mäste. Doch schenkte der König den Officieren dasunter der Bedingung, daß sie Kriegsgefangene bleiben sollten: die gemeinen Sol-muffen ohne alle Gnade auf die Galeeren. Die Einwohner behielten auchKuh öen, bis auf fünfzehn, die der Willkühr des Siegers übergeben wurden. Dendjx A^/ieß man den Genuß ihrer Güter, aber unter der harten Bedingung, daß sieAenderung mit rooooo Thalern abkaufen, und sechs Monate lang 202 WagenZufuhr der Kriegsbedürfnisse auf ihre Kosten unterhalten mustsn.

Sey - Herzog T^arl von Lothringen und Johann von Werth, die in LothrimNjg/Mgefallen waren, konnten der sich täglich mehr verstärkenden Macht des Königsverstehen, und hatten sich deswegen zwischen die Moraste von Rambervilliers ge-tzlZ wo man ihnen nicht wohl beikommen konnte. In diesem Posten standen sie schon,ryit Kardinal ta Valette und der Herzog von Weimar zu Ende des Septembersseines " Truppen in Lothringen ankamen. Gallas, der sie verfolgte, vergrößerte durchöp^Elinft das Heer des Herzogs von Lothringen so sehr, daß es nicht anders alsdex '' Elum entscheidenden Sieg aus Lothringen vertrieben werden konnte. Der König,vh ^0 ) ^oberung der Stadt St. Mihel nach Bar zurückgieng, berathschlagte daselbst,^ Feinde in ihrem Lager bey Rambervilliers angreifen, und ob er seine Personfeg^ aussetzen sollte; oder wo er in Sicherheit seyn könnte, wenn er dem Ge-

öffchla ^ ^iwohnen Me, und wohin er sich zu wenden hatte, wenn die Armee etwan^ gen würde. Richelieu ließ ihm den unsicher» Rath geben, sich nach Toul zu

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