29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
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die r 6 z 5die Stiftung derfranzösischen
H . Mitten unter den Staatsgeschäften gewann Richelieu doch Zeit, für
der schönen Wissenschaften und dünste zu sorgen. Es war in Italien ... ..
Niae aufgekommen, daß sich Gelehrte unter dem Namen einer Akademie verei-A^ösiichi
uui gemeinschaftlich an der Verbesserung der Wissenschaften und der tandesspca-Seiten. Die französischen Gelehrten, besonders die Pariser, ahmten diese Ge-als> Es kamen einige nach ihrer Bequemlichkeit zlssammen, und sprachen
fein neuen Büchern, von andern gelehrten Sachen, insonderheit aber von Vcr-
französischen Sprache. Der königliche Sekretar ttonmrk gab seine Woh-dex Zusammenkünften her , die schon fast ein ganzes Jahr gedaurct hatten, als
Ab? ^ ^inal durch folgenden Zufall Nachricht davon erlangte. Er war gewohnt, sichsichwenn er von Staatsgeschästen ermüdet war, auf ein Ruhebett zu legen , undko„», ^ ^mm seiner Hausbedienten die Stadtneuigkeiten erzählen zu lassen. Keinerden ^ hierin» besser Genüge thun, als der Abbe" Boisrobert, ein witziger Kopf,leib ^ Kundschafter hauchte, und an den er sich so gewöhnt hatte, daß ihm seinals er den2lbbe eine Zeit lang von sich entfernt hatte, bey dem Anfall einesroh ^ ftö^e: Alle unsre Arzneien werden nichts helfen, wenn sie nicht ein wenig Bois-leb/^ darunter mischen. Dieser Abbe" kam ohngefahe in eine Versammlung jener Gersen und benachrichtigte den Kardinal davon. Richelieu, der sich vor den Gros-^ Frankreichs nicht fürchtete, zitterte doch vor den Gelehrten, deren unzählige Sati-^ sie wider ihn machten, ihm unerträglich fielen. Daher suchte er sich dieselbeni alle mögliche Art zu verbinden, und besonders die Werke der Dichter zu belohnen.
Dickte Lorsroberrm an die Gesellschaft, und ließ ihr seinen Schuh und einenals j'chen Gehalt anbieten. Die Mitglieder waren schon im Begrif, dies abzulehnen,di^A'rn der Abbe" vorstellte, daß alle ohne Bewilligung des Hofs angestellte Zrssam-rj^Mte verboten waren; sie befchlossen daher, dem Kardinal aufzuwarten, der dannscheu " entwerfen ließ, nach welchem die Gesellschaft, die den Namen der französi-^ie , ademie bekam, eingerichtet werden sollte. Man machte Gesetze und erfand eintze^l mit der Aufschrift: Armond, Rardmal, Herzog von Richelieu, Besthü-»vg^Oer Jahr ,üzz gestifteten französischen Akademie. In eben diesem Jahrdein em königliches Edikt die Zahl der Mitglieder auf vierzig gesetzt, Paris zuhe ihrer Versammlung bestimmt, der Kardinal für ihr Oberhaupt erklärt, undstrix, Elegien der Akademie bekannt gemacht. Das Parlament verschob die Einregi-dieses Edikts bis in das Jahr IÜZ 7 , weil es glaubte, der Kardinal wolle sichGesellschaft nur Lobredner dingen, und die richterliche Gewalt über Studienöoß ^"cher an sich ziehen. Doch wurde die Einregistrirung mit dem Beisatz versehn,Äers^.Mtglicder der Akademie über nichts einen Ausspruch thun sollten, als über diedv,i j? ^rung und Bereicherung der französischen Sprache, und über die Bücher, die^ 'eri oder andern in dieser Absicht verfertiget worden °).ie„^ ^ , Pp 2 Dies
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ä llriris 16 ^ z. z. Es folgten mehrereAusgaben, worinn die Geschichte der Akademiefortgesetzt ist. /- N-ffor1'. 8- p- r- f- 38- PL§.;-8 üjg- Griffet Th. S.475 u-ff> Schle-gel Th. 8. S. 644 u. ff.