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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
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seinen Hut abzunehmen, damit der Herzog eben dies thun muste; und so hielt manbey allen folgenden Audienzen. Der Kardinal la Valerre kam znleht an, um mit deHerzog von Weimar, dem Kardinal Richelieu, dem Marschall la Force, de>Marquis von Feuquieres und dem Pater Joseph, den Plan zum künftigen Feldz>»einzurichten. Denn obgleich der letztere nie einen Krieg gesehen hatte, so unterstandsich doch, seine Meinung dabey zu sagen, und manchmal den geschicktesten Genera!Einwendungen zu machen. Der Herzog von Weimar konnte besten Kühnheit im M,versprechen und Entscheiden nicht vertragen. Als er daher einsmalö dem Herzog eMEntwurf zu Kriegöverrichwngen machte, und ihm aus der Landkarte die einzunehmen^Städte zeigte, so sagte Bernhard zu ihm: Herr Pater, dies wäre alles SA'gut, wenn man nur dre Städte Mir der Fingerspitze erobern konnte. ^einer andern Gelegenheit, als er hörte, Richelieu wolle ihm gern seine Nichte, ^Marquise von Lombalek, verkuppeln, antwortete er lachend: Zur Maitresse istDame zu schön, und zur Gemahlin für mich zu gering <i). ,
Am r) Man. Nach verabredeten Maaßregeln wegen des bevorstehenden Feldzugs in Teichs
Mißhelligkeit rechte Herzog Bernhard wieder zu der Armee, die er gemeinschaftlich mit dkPa?st u Rb Kardinal la Valette anführen sollte. Dieser Prälat war schon voraus gegangen, ^
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ne auf das Breve zu achten, das er im vorigen Jahr vom Pabst erhalten hatte, ^welchem nach er nicht der Kollege eines lutherischen Fürsten seyn sollte. Richelieu ^te darüber grosse Beschwerden gegen die Bothschafter Mazarini und Bolognetti ^führt, und ihnen aufgetragen, dem Pabst zu melden, daß der König über dessen AZehren sehr unzufrieden sey, da der gegenwärtige Krieg gar keine Beziehung auf die Mligion habe. Auch der französische Gesandte zu Rom, Graf von !77oa'lles, und dsKardinal von Lyon nuisten dem Pabst des Königs Mißfallen über diese Sache vorff'len; und Urban muste es geschehen lassen, daß sein Breve nnvollzogen blieb. Eraber schon lange alle Gelegenheiten, den Kardinal Richelieu zu kränken, benutzt. ^ter andern hatte er die Bullen verweigert, durch welche die Wahl desselben zum AbbkrClügni, Citeaux und Premontre bestätigt werden sollte. Urban der Achte wünEeifrigst den Frieden zwischen Frankreich und (Spanien, und war daher unwillig, <Richelieu sich so wenig um seine Vermittelung zu bekümmern schien. MuzariM' ,als ausserordentlicher Bothschafter nach Frankreich geschickt worden, weil erUeu's Freund und ausserorventlich geschickt im Unterhandeln war, und der Pabst Emit Grund hoffen konnte, er würde dem Minister Ludwigs friedliche GesirrmEeinflössen können. Allein, zu Urbans gröstem Verdruß beförderte vielmehrNi die kriegerischen Entwürfe seines Freundes. Die Spanier beschwerten sich ^über diese Parteilichkeit des päbstlichen Bochschafters; und der Pabst rief ihn zurückAvignon, wo er Vicclegat war. Richelieu, dem dies äusserst mißfiel, ließ durch ^Konlg bey dem Pabst und dessen Nepoten UNI Verlängerung der Nunciatur aichalc^that dies auch selbst: aber der Pabst blieb unbeweglich. ^
Unter allen päbstlichen Nepoten begünstigte keiner Frankreichs Vortheile,der Kardinal Anton Larbermi, dessen Hausgenosse Mazaclui geweserr war,^^
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q) D r. U, 17. p. 846 fcz. p. i,>- Griffet Th. iz. S. 4 ^
^ Ib r. x. irr kg. -p. z. Schlegel Th. z. S. 65- ». ff-
p. Z89 sqg- Vergl. D 8- ?. r- U. ZA.
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