Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
303
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

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an^ dieser eben Vicelegat zi: Avignon und hernach außerordentlicher BothschafterNt dem französischen Hof geworden war. rnazarmi unterhielt stets einen geheimen„ "bswechstl mir seinem Beschühcr, hatte ihn auch von den Beschwerden des Königs. des Kardinals über das Verfahren des römischen Hofs unterrichtet. Bardernuhs^^ihm einstmals, der Graf von lAoailles sey seiner Stelle nicht mächtig genug;dmn °uüsse zur Zlufrechthaltring seines Ansehns in Rom einen Mann senden, derL.,) ^Dh und Unbiegsamkeit die Italiener in Furcht zu setzen wisse. Diesem Rath zu Der Marsch.de?^f Richelieu den Grafen von Noailles zurück, und schickte an dessen Stelle ^^'virstsg^.^arschall von Erröes. Dieser Herr war schon unter Paul dem Fünften Ge- ^ ^ ^ r zukcinn^ gewesen, und hatte sich dort als ein lebhafter und hartnäckiger Geist be- Rom.

*iii, Der Pabst merkte, daß die Veränderung der Gesandten von tNaza-

y^..^ühre, uyd ward noch mißvergnügter über ihn. Kaum war Etrccs zu Rom"Ufa r , so fühlte er, daß der ganze pabstliche Hof gegen ihn eingenommen undbchgi war. Man versagte ihm die Audienz und kränkte ihn vielfältig. Dennochryxx '^te er mit grossem Stolz die Würde seines Charakters; seine Klagen waren im-^ Drohungen begleitet, und er behandelte die Italiener mit einer sie verwirrendenssci/^r blrbau verlangte die Zurückberufung dieses Gesandten, aber Richelieuschr s dies nicht zu Gefallen; und Etrees bekam immer kein Gehör. Richelieu^ endlich an den Pabst, und that ihm dringende Vorstellungen, und zugleich batssst?" Duirschall, ein gemässigceres Betragen, das jedoch mit der Standhaftigkeir be-sitz gegen den Pabst anzunehmen, wodurch dieser endlich bewegt wurde, ihn

H^sssftndten zli erkennen. Etrees muste unter andern sehr nachdrücklich um einen8i>z^"^Ishut für den Pater Icftph anhalten: allein, Ürban war viel zu mißver-dekrrg der Richelieu, als daß er Lust gehabt hätte, einen Mann, den er als dessentet, besten Rathgeber betrachtete, zu einer solchen Würde zu erheben. Er antwor-rt,j/h^nn er alle Personen, die ihm von verschiedenen Höfen vorgeschlagen würden,Hqp ^ Kardinalöhut schmücken wollte, so würde das Kardinalskollegium mit lauterbesetzt werden, weil ihm der Kaiser und der König von Polen gleichfallsdieser Würde vorgeschlagen hätten; es wäre zu befürchten, Weliliebe unddk'd lochten unter diesen Orden einreisten, wenn er so viele aus seinem Mittel mitAqrdy-^inalshut beehret sähe. Der Pabst hielt für das Beste, wenn er gar keineg - wählte, und ersuchte den .König, den Marschall, der den Hut sehr unge-Ki^o^dert halte, zurückzurufen. Allein, Richelieu beharrre darauf, daß Etrees^bii^r^ben mäste: hoch gab man dem Pabst zu verstehen, daß Mazarmi den-vc>ß ^ ai am leichtesten zur Zurückberufung des Marschalls würde bewegen können, undwan ihn von Avignon nach Rom kommen liesse, sich nachdrücklich bemü-^ dem Pabst diese Befriedigung zu verschaffen. Urban befolgte diesen Rath:sich^^rii , der ohnehin die Sendung des Marschalls nach Rom angegeben hatte,^ Richelieu zu gut verstanden, als daß man ernstliche Bemühungen in die-

^ von ihm erwarten konnte r).

Obgleich

8 - p. ; 6 i sag. li« Th. I,. S. 407 .- 504 . Schlegel Th. z. Seit.

^ I. c. 6jj sgg. Lergl. 654 u. ff.

' b.. ZA. x. 176 Griffet

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8. P