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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
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-Obgleich Richelieu geneigt schien, dem spanisch gesinnten Pabst einige ^,nugthuung zu geben; so wollte er doch den Entwurf ausführen, dem zu Folge der >zog von Parma gegen die Einfalle der Spanier sollte geschützt werden. Der MarsE ^von Lreqm, der die bündigsten Befehle dazu hatte, glaubte, das beste Mittel, ^spanischen Statthalter in Mayland, Marquis von Leganez wieder aus dem H<»ö^ jthum Piacenza zu vertreiben, wäre ein Einfall ins Mayländische, und er fieng dal.an, die Gegend zwischen Novara tmd Mortara zu verwüsten. In Mayland Wfürchtete man sich schon, und die Einwohner flüchteten. Leganez muste also tEAm -7 Febr. Einbruch sich entgegen setzen, und grif deswegen die Franzosen bey Vespola an,
sie in einen Hinterhalt, und schlug sie glücklich zurück. Dies vergrösierte die Uneinig"zwischen dem Herzog von Savoyen und dem Marschull von Lrequi, weil dieser ^Entschuldigung seines Verlusts behauptete, er Ware von der savoyischen Reuterey
unterstützt worden. Leganez gieng wieder in das Piacenzische, und verheerte es
är-
ger , als vorhin. Der Herzog von Parma war inzwischen von Paris in seinemangekommen, und konnte sich gegen die Spanier nicht schützen. Ludwig und ,lieu hatten ihm die theuresten Versicherungen des Beistandes gegeben. Jetzt sah er k -in der grösten Bedrängniß, und bat den Herzog von Gavsyeu und den Marschall ^Lrequi inständigst, ihn zu retten; aber die versprochenen Hülfsvölker konnten nich igeschwind, als sie wünschten, den Weg aus Frankreich über die Alpen zurück^ iSchon grif Leganez auch das parmesämsche an; ein päbstliches Breve bewegte 7^, szum Rückzug: aber das Piacenzische blieb besetzt. Die wahre Ursache von derrigkeit des spanischen Feldherrn war, daß der Herzog von Rohan aus dem Velteli»nen Anfall auf das Maylandische that, und das Fort la Tourelte mit Sturm erobt.und das platte Land verheerte. Dies war auf Anstiften des Herzogs von Savoye».^schehen, der gern auf eine gute Art die französische Armee von seinen Gränzen e»^nen wollte. Er selbst zog endlich dem Piacenzischen zu Hülfe, nachdem Verstärk^aus Frankreich angekommen war, und er sich nach vielen Streitigkeiten mit dem ^Am roMay. schall von Crequi verglichen hatte. Sie setzten mit einander bey Felizzano über ^Fluß Tanaro, um durch das Maylandische dem Piacenzischen zu Hülfe zu komme»-Spanier setzten sich zur Wehr, und hatten sich so verschanzt, daß sie sich vermittels-ner über den Po bey Girola geworfenen Brücke leicht vereinigen konnten. Die ^genossen beschlossen, vorsetzt bey Felizzano stehn zu bleiben, in der Hofnung, Leg^'würde aus Furcht vor einem Angrif seiner Versch .nzungen seine Völker diesseits des ^versammlen, lind in diesem Fall gedachten die Verbundenen bey Brema über dengehn, sich dem Tesino zu nähern, und eine Brücke darüber zu schlagen. Da »7,^die Spanier nothwendig eine andere Stellung wählen mästen, so könnte dervon Parma mit einigen tausend Mann den Weg nach Piacenza ungehindertsich mit dem Rest seiner Völker unter dem Marquis von ta Düie vereinigen,Spanier aus seinem Lande vertreiben. Der Herzog von Savoyen aber wollte als^,mit der Armee auf Olegio gehen, um mit dem Herzog von Rokan die Ger»ei»^>iAm -7May. zu unterhalten. Diesem Entwurf gemäß brach Lrequr von Felizzano mit 6000 ^
zu Fuß und iooo zu Pferd auf, und rückte bis an den Po. Das Wasser war a .lausen; mann konnte keine Brücke schlagen, und der Marschall muste drey Tage ^ten, ehe er übersetzen konnte. Zuletzt fehlte es an hinreichenden Nachen und Leute»/ ^