Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
308
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ZVI

S9. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

lüzt.

Krieg iiiHoch-burgund.

Die Franzo-sen belagernDole verge-bens.

guerite und St. Honorar an den Küsten der Provence wieder erobern sollte. Allein, deGraf von Harcoukt aus dem Hanse Lothringen, der die französische Flotte anfüh^'getraute sich nicht, die von den Spaniern stark verwahrten Eilande anzugreifeu. ^Marschall von Vrrri, Statthalter in Provence, der ihm alle benöthigte Hülfe sch""^sollte, handelte der Flotte vielmehr zum Nachtheil. Der Erzbischof Ssurd-s vkDourdeaux, den sein Freund Richelieu dem Grafen von Harcourk zum Beist^gegeben hatte, überwarf sich deswegen mit dem Marschall, bekam aber von ihmzwanzig Stockschlage. Harcoukt sah sich genöthigt im Hafen zu Toulon zu üb^wintern .

Es ist Zeit, den Schauplatz und das Schicksal eines andern französischen Hs"zu betrachten, das dieses Jahr über in eitler neuen Gegend, in der Grafschaft Ä"gund, Krieg führen muste. Rrchclreu hatte sich nach falschen Nachrichten von ssDenkart der Bewohner jener Provinz, geschmeichelt, glücklichen Fortgang dort zu ^den. -Obgleich die Hochburgunder Unterthanen des Königs von Spanien waren, so ^ten sie doch am ersten Januar ib. i einen Neurralüatövertrag mit Frankreich geEsen, über den die Schweitzer Gewahr geleistet hatten. Man hielt daher für nöWvor dem 2 lnfang des Kriegs in diesem Lande die Ursachen öffentlich anzugeben, wat^

Am .7 May. man jenen Vertrag brache. Unter andern gab man vor, die Hochburgunder hatten

durch Aufnahme mißvergnügter Franzosen, durch Unterstützung des Herzogs von ^thringen und durch verschiedene Feindseligkeiten zuerst gebrochen. Aber der wahre A

weggrund des Einfalls in Frauchecomtck war die bequeme Lage dieser Provinz, in-

Amr6 May

sie mit französischen Landern umgeben war, den Eingang in Italien erleichterte, und/! ,damals gute Gelegenheit fand, sie zu erobern. Der Prinz von Londe', der dichthun sollte, ließ aber indem Parlament zu Dijon die Erklärung registriren, daß ^Absicht nicht sey, die Franchecomte' zu erobern, sondern nur durchzuziehn, und ^Einwohner zu nöthigen, zur Strafe für die gebrochene Parteilosigkeit den königlichWaffen den Beistand zu leisten, den sie ihren Feinden geleistet hatten. ,.

Die Hochburgunder, die das bevorstehende Ungewitter vorauögesehn hatttvöriaNvn Geaenmebr bereit. und beuten besonders nie rnohl

waren zur thätigsten Gegenwehr bereit, und hatten besonders die Stadt Dole w ,Am. i Iuu.stjgt und mit fünftausend Mann besetzt. Diese Stadt belagerte der Prinz von

der 20000 Mann zu Fuß und bey 10200 zu Pstrd bey sich hatte. Der Marquis 0

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la Mcrlleraye war sein Generallieutenant, unter dem die Marquis von La>>" ^und Vlllero's und die Obristen Gaßion und Ranzau standen. Die Hochburg"" ^hatten die Schweitzer als Gewahrleister des Neutralitätsvertrags um Hülfe angespro^und diese schienen Anfangs geneigt, ihnen zu willfahren: allein 200020 Livrcssie unthätig. Die Franzosen hatten sich geschmeichelt, in acht Tagen mit Dolezu werden: aber sie fanden mehr Gegenwehr, als sie vermuthet hatten, indem soMönche die Waffen ergriffen und sich bey Ausfallen sehn liessen. Laein Verwandter des Kardinals, der durch diese Eroberung den Marschallstab vertz" ^wollte, that wiederhohlte hitzige Angriffe und vcrlohr dabey viel Volk. Dieder Belagerten, die unter der Aufsicht des Pater Eustachlus, eines Kapuziners,^

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