Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
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z io 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. ^

16 r 6 Wahrscheinlich hatten die Spanier mehr ausrichten können als geschah, wenn sie in ^ s

ersten Hitze tiefer in Frankreich eingedrungen waren, und die geringen Plätze, dtt hsehr schwachen Besatzungen versehn waren, neben lind hinter sich hatten liegen lall ^ x

eine allgemeine Ergreifung der Waffen von Seiten der Picardie harten sie nicht zu r

fürchten: dennoch theilten sie sich nach der Eroberung von la Capelle. Die schwere ^ tz

terey und das Fußvolk gieng auf Guise los. Der Herzog 2 xarl von Lothringen l ^

der Prinz Franz von eben diesem Hause, Bischof zu Vcrdün, welche beide mit H ^Völkern bey der spanischen Armee waren, wendeten sich gegen Vitri, und Werth ^ g

tete sich in Picardie, Zse de France und Champagne aus. Die unter ihn: steh^S, p

Polen, Ungern und Kroaten verübten alle erdenkliche Grausamkeiten, schonten der^ ^chen und Klöster nicht, und setzten alles bis an die Oise in so grossen Schrecken, dak , hmeisten Landleute, nebst den Mönchen und Nonnen, nach Paris flohen. Die y

armer glaubte Guise, so wie unsere Platze, in kurzer Zeit zu erobern: aber ^

hatte ohne Verzug den berühmten Grafen von Guebrianr mir 6020 Mann, , y

ter die sechzehn Kompagnien der Garde wären, dahin geschickt, der in der gröste» tv

schwindigkeit an den Festungswerken arbeiten ließ. Doch ohne den Muth des G^l I-

würde dies nichts geholfen haben. Denn da die spanische Armee in der Gegend zlGuise erschien, und Prinz Thomas zween Tage lang die Lage des Orts untersucht k'.,te auch hierauf den Grafen von Gmbrianr auffordern ließ, so antwortete diestt >. Hzu prahlerisch: Ich werde dreißig Elle» Mauern nrederreissen lassen, rm' I-der Prinz Thomas Lust har, seine Belagerung durch einen Sturm zu §^kürzen. Jilzwischen half diese sonderbare Antwort dem Grafen aus seinen bedenk»^ kx

Umstanden. Wenn gleich Prinz Tbomas drese Vcrsicherling nicht ganz glaubte,^ yx

bildete er sich doch ein, -Vuebnanc würde die angedrohte Belagerumg eine Zeit ch) fe-aushalten, welches seine Absicht, sich geschwind der Hauptstadt zu nahem, vett>^ 8?

Am 16 Zul. konnte. Er brach also noch an demselben rag auf und lagerte sich zwischen Ribe^ kund der Abtey Origni. Der Graf von Solsiöns stand damals mit i «e

la Fere, und getraute sich nichts gegen die Spanier zu unternehmen. Diese aber ^ pliessen nach zehn Tagen das erwähnte Lager, und zogen in die Gegenv von St. «ei

so daß die Franzosen ihre Absicht nicht begreffen konnten; denn anstatt daß man^ 8e>Prinz Thomas würde eine beschwerliche Belagerung dieser Stadt wagen, so rücks^ ^

Am 2a. -tut vor Cacelec, und nahm es in zween Tagen ein. Sowohl der Kon-mandant dieses-^,' ch

^ ' St. Leger, als auch der zu la Capelle, Baron von Bec- Lrcpin ^ wurden z«^!de verdammt, weil sie mit weniger und ungeübter Mannschaft, halb offene Plätzs^langer vertheidigt hatten. Ohne die Fürsorge des Herzogs von St. Simon, ^

des Herrn von St. Leger, dein der König das Urtheil entdeckte, und der -sogleich ^ ,.s,Kourier zur Armee schickte, der zwo Stunden eher ankam, als der königlichewürden beide die Köpfe verlohren haben: aber unter Begünstigung dieses blufft Alkonnten sie aus Frankreich entweichen. , ^

Nach dieser zwoten Eroberung beschloß der Prinz von Savo>wN, "v ^

Somme zu gehn. Der Graf von Soistons vermuthete dies, und brach von ^,1 . ej

nach Brai auf, wo, wie er glaubte, der Uebergang geschehen sollte. Mein, ^ st

uier thaten nur einen falschen Angris bey Brai, und giengen nicht weit davon ß

risi über den Fluß. Vergebens widersetzten sich die Franzosen; das spanische K