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ZI2 2^. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
chelleu, der die Ursache ihres plötzlichen Einbruchs wohl wüste, ein schnelles Mittel ^ihrem Rückzug zubereitet hatte. Denn er weckte den Prinzen von Gramen aus derthätigkeit, in die er seit der Eroberung der Schenkenschanz (*), die sehr viel Volkkostet hatte, gefallen war. Auf Befehl des Kardinals bewegte der französische UHändler Lharnace den Prinzen, eine Bewegung gegen. Breda zu machen, 7 u,sprengte Gerüchte von grossen Unternehmungen aus, und bewegte dadurch den ^nal Znfanten, an seine Generale zu schreiben, sie möchten sich nicht weiter in Franksvertiefen, sondern an der Somme stehn bleiben. Dies geschah; und die Spaniergnügten sich mit den Verwüstungen des platten Landes.
Die Franzosen hatten nunmehr zzooo Mann zu Fuß und irooo zubeisammen, die der Herzog von Orleans, der Graf von Sotsiöns, und dieAm r Seyt. schalle la Force und Lhattllon anführen sollten. Der König selbst reißte zurArl^,Am i8Sept. Man gieng über die OLse und eroberte das Städtchen Roye wieder, wo man einen .Am r 9 Sept. sehnlichen Vorrath von Lebenömitteln aufgehäuft fand. Hierauf ward Corbie einglss^sen, wo die Spanier zooo Mann zri Fuß und zoo zu Pferd mit allen Nothdürftt^ten gelassen hatten. Dieser starken Besatzung und der spaten Zahrszeit wegen, >
Marschall von la Force den Rath, die Stadt durch Hunger zur Uebergabe zugen. Dem Kardinal gefiel der Vorschlag nicht: aber der ganze Kriegsrath tratMeinung des erfahrnen Feldherrn bey. ^
Corbie ward also von allen Seiten durch starke Verschanzungen eingesch»^und weil der Feldherr und die Truppen keine grosse Beschäftigung dabey fanden; so^Verschwör ten darüber die Ranke der Grossen wieder aus, die zeither aus Furcht vor den Spa^rung gegen geruht hatten. Die heimkchen Vertrauten des Herzogs von Okleans und des Gt ^Richelieu, von Sotstöns glaubten Gelegenheit gefunden zu haben, diesen Prinzen wegen
Mißvergnügens über den ersten Minister Genugthuung zu verschaffen. Richelieu ^die Folgen nicht voraus, die aus dem Fehler, daß er seinen beiden grösten Feinde»^Anführung der Armee verschast hatte, entsprangen; er legte sich dadurch M .Schlinge, die ihn blos sein gutes Glück vermeiden ließ, welches ihm bey dieserheit bessere Dienste that, als seine ganze Klugheit. Die Ursachen, warum dervon Orleans mißvergnügt war, sind schon oft erwähnet worden: der Graf von Bi-sons besaß einen hohen Geist, und konnte die Herrschsucht des Kardinals nicht,gen, die so weit gieng, daß er ihn mit seiner Nlchre, der oft genannten Marquch ^Lombalet, vermahlen wollte. Zu dem Ende harte er die Vertrauten und yi<Grafen gewonnen, besonders den Marquis von Senneterre und dessen Schwem.^chden Grafen und dessen Mutter ganz regieren konnten: allein, kaum hatte dergeheimen Verbindungen mit Richelieu gemerkt, so sagte er sie von sich, undandere Vertraute, den Herrn von Gamc«Ichal, Vetter des Grafen vonssr, den Herrn-von Varicarville und (Lampion. Alle Vier verabscheutengiecung des Kardinals, und waren daher ihrem Herrn mit der stärksten TreueBesonders war Garne-Ijbal ein standhafter, kühner, verschwiegener Mann, ^tödlichsten Haß gegen Richelieu hegte. Dieser glaubte, die beiden Prinzennichts wider ihn unternehmen können, wenn er mit dem König ihnen nahe
(*) Die Holländer hatten diese Festung nach einer langwierigen Belagerung an»April d. I. wieder erobert.
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