Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
313
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. z i z

Wüthete auch kein heimliches Verständniß zwischen ihnen: vielmehr glaubte er, die.flucht über die gemeinschaftliche Anführung der Armee würde Zwietracht in ihnen er-^ Ze«. Aber, er betrog sich schrecklich; nie war er seinem Untergänge naher. Dieiu und ihre Vertraute nahmen die vorsichtigsten und geheimsten Maasregeln hier-zu' bemühten sich, so viel Herren, als nur möglich war, auf ihre Seite zu brin-jedock^ ^u Kardinal bey der ersten Gelegenheit zu ermorden. Das letztere liessen siech nur sehr wenigen merken; überhaupt wüsten nur sechs bis sieben darum.

Als der König während der Einschließung der Stadt Corbie zu Amiens RathH ^ sollte, st begab er sich dahin in ein hierzu eingerichtetes Haus, und nach dembvn Q ^ er ins Schloß Demüyn zurück. Der Herzog von L>rleans, der GrafleH^ojsUns und Richelieu blieben noch einige Zeit in dem Hause zurück, und un-bem k ^ E einander. Momresör und Samt Ibal gaben ihren Herren zuex Mn, daß dieses der schicklichste Augenblick sey, ihren Feind zu durchbohren, indemsej^ Eein mitten unter den Edelleuten, welche die Prinzen begleiteten, befand, unddie b - wache in den benachbarten Gassen zerstreut war. Es ward also beschaffen, daßden Prinzen nach der ersten Rathsversammlung, die wieder würde gehalten wer-hal/ dem Abschied des Königs sich mir dem Kardinal langer als gewöhnlich unter-und daß Montresöt und Gt.Ibal auf das erste Zeichen, das ihnen der Her-tz^ Drleaus mit den Augen geben würde, den Kardinal niederstoßen sollten. Baldrsi^s ward zu Amiens wieder Rath gehalten; die beiden Prinzen hatten eine sehr zahl-Begleitung ^ sich; der König fuhr wieder fort; Richelieu blieb noch eine Zeit!vrV^of des Pallastes ohne alle Begleitung mitten unter seinen Feinden; tNourre-be^.^wendete kein Auge von dem Herzog von Drleans, und erwartete begierig dasZeichen. Auf einmal ergrif den Prinzen Schrecken und Furcht, und an-Zeichen zu geben, kehrte er sich zerstreut um, und lief schnell die Treppe hinan,folgte ihm, ergrif ihn bey dem Kleid, und sagte: wollen sie sich umtz.^ich machen? Der Herzog antwortete nichts, und gieng ganz verwirrt in denihty zber Rathsversammlung, ohne ein Wort sprechen zu können. Vergebens stellteterte - ?"tresor vor, daß sein Feind jetzt vollkommen in seiner Gewalt wäre; er stot-Worte her, aus denen Montresir schliessenkonnte, daß das Gemüth dessey nicht verdorben genug sey, einen Meuchelmord befehlen zu können. Unterdes-»bex ^ der Graf von Soissons ganz ruhig mit dem Kardinal im Hof herum, war" so unschlüssig, dem ihn beobachtenden St. Ibal das Zeichen zu geben. Zn-Häth "ahm Richelieu Abschied, und entgieng der augenscheinlichsten Gefahr; denn»yd h°^?on Prisen mit den Augen gewinkt, so wäre man über ihn hergefallen,öer ihn ohne Barmherzigkeit niedergestoßen. Bald hernach bey einer Musterung^vjn^e, da die Gensdarmes des Kardinals mit den Gensdarmes des Grafen vonäey ^ "2 um den Rang stritten, wollte St. Ibal wieder Erlaubniß von diesem Prin-^ Drl des Kardinals haben, konnte sie aber nicht erlangen. Der Herzog

^ns verließ die Armee und gieng nach Blois, um sich von dem Kardinal zu Am ro Okl.Mey. A ?der dem Grafen von Sotflöns die Ehre der Anführung des Heers zu über-- Ent^^^^^^inzen dachten nun nicht weiter an die Ermordung des Kardinals: aber^icht ä" einer Partey, durch die sie ihn öffentlich angreifen wollten, liessen sieAll» Augen. Zugleich reißte rNontrelor auf 2lngeben der Prinzen nach

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