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29. Buch. Ludwig der Dreizehute.
1637
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mit vielen Ingenieurs und Officieren nach Sardinien segeln soll. Unterdes warenSardinier bis auf zwo Meilen von Orisiagni gerückt, ^arcourt verschanzte sichnahm eine solche Stellung, daß er dem in der Stadt gebliebenen Regiment zukommen konnte: aber der Erzbischof Gourdis verlohr den Muth. Unter dem ^wand, als ob er am folgenden Tage die Schaluppen von der Flotte zur Einnehmung^Lebensmittel abschicken wollte, gieng er am Bord, und blieb auf der Flotte.wüste sich nicht anders aus der Gefahr zu reisten, als daß er in guter Ordnungdem Hafen hin eilte, und von einem Ort zum andern einen Theil der geraubtenzurückließ; denn die Sardinier waren alsdann mehr auf diese als auf den AngM ^Feinde begierig. Er brachte also mit geringem Verlust seine Leute wieder auf die Hlck 'Gewiß, wenn die Sardinier mehr geübt gewesen und erfahrne Anführer gehabt haü^so würden sehr wenige Franzose!, die Flotte wieder gesehn haben, zumal da es dem ^fen von Harcourt an Meutere,) fehlte.
—. Die Flotte kam hierauf bey Gourjean in Provence wieder an, und die Bes^
scn ^erobern Haber bekamen daselbst gemessene Befehle, die Inseln St. Marguerite und St.
^ rat anzugreifen. Die spanischen Besatzungen hatten nicht nur bisher häufige Ei'E„
rite imd°Sc. das feste Land gethan und manche kleine Verwüstung angerichtet, sondern manHonorar wie- es auch der Ehre der Krone nachtheilig, daß Spanien zwo dem festen Lande so sehrder. he Inseln besitzen sollte; übcrdem konnte es leicht geschehen, daß der spanische Hosglücklichern Umstanden seiner Waffen, von hier aus eine starke Landung in die mitt^gen Provinzen Frankreichs wagte. Die Spanier hatten die Inseln mit Schanzenschweren Geschütz sehr wohl verwahrt, wovon der Graf von Vitri das Gegenthch ^Hof berichtet hatte, weil er als Gouverneur der Provence wahrend der Abwesenheit^Flotte, die Ehre der Eroberung der Inseln zu erlangen getrachtet hatte. Als die AAr4März sich an dem bestimmten Tage der Insel St. Marguerite näherte, und die SchO ^fertig machten, das am Ort der Landung gelegene kleine Fort einen ganzen Tag lang „
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Die Franzo-
Am
beschiesten, weil es ohne Eroberung desselben zu gefährlich war, die etwas höher
de wichtigere Schanze Monterey anzugreifen; so entstand ein entsetzlicher SturM, ^hinderte dieAusführung. G-urdrs wollte dennoch den Angrif fortsetzen, und^,
hatte alle Mühe, ihn zu überzeugen, daß die ganze Flotte zu Grunde gehen wüste,man jetzt landen wollte. Er gab zwar endlich nach, ließ aber doch die mit Mi^.Äschinen, Schanzkörben und dergleichen angefüllte Schiffe verbrennen. Theils best' ^tete er, sie möchten scheitern und den Spaniern in die Hände fallen, theils glauos^.es wäre zu furchtsam gedacht, wenn man sich dieser Dinge bey der Landung bed>Aus diesen, Betragen sieht man wohl, daß Sourdis besser gethan, wenn er bey ^nem Brevier geblieben wäre und keine Anführung der Flotte übernommen hatte. ^drohte indessen, daß er alles nach Hof berichten und anzeigen wollte, daß Har^.Lastelnan und andere brave Officiere ihn an Eroberung der Insel gehindert ^Sie kannten den Eigensinn und das Ansetzn desselben bey Richelieu; Harcotckt ^ihn also ersuchen, die Schiffe zu der Landung herzugeben. Er willigte endlich " ^betheuerte aber, daß wenn nunmehr die Sache mißlänge, er keinen Theil daraihne^^würde. Der Angrif geschah mit außerordentlichem Muth; die platten Schilften sich dem Ufer nicht genug nähern; das Regiment Vaillac muste ins Wasstt > ^gen und bis an die Gürtel waten ; die Spanier feuerten heftig, und erlegten tv