Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
323
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2.9. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

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^ Grunde und sehte ihn dadurch ausser Stand, die Eroberungen in der Franche Com- r 6 z 7^ ^ hindern. Herzog Bernhard zog durch diese ganze Provinz, um dem kaiserlichen war in Bur-gherrn, Johann von Werth, der gegen den Rhein hinzog, die Spihe zu bieten. gunb u.Elsaß.an ^""3 in Elsaß ein, eroberte Ensiöheim nach einer Belagerung von acht Tagen, kamUfer des Rheins, vereinigte sich dort mit einigen französischen Truppen unter dü^^"er, und ließ etliche Schanzen zur Bewahrung des Uebergangs über den Rhein'uverfen. Johann von Werth grif diese Schanzen in Abwesenheit des Herzogs. ^ der aber noch zur rechten Zeit ankam und die Kaiserlichen abtrieb. Er ließ hier-zwo Schifbrücken über den Rhein schlagen, und gieng in die Winterquartiere, da.j Werth einen neuen Versuch auf die mit Franzosen besetzten Schanzen wagte, sieund schleifte d).

'Als der spanische Minister Lssivarez sahe, daß die französischen Heere in den Krieg der^ verlanden den Spaniern zu mächtig und überlegen waren, so wollte er von einer an- Spanier i»Seite die französischen Lander selbst angreifen, und Frankreich dahin bringen, daß °'^stnen Theil seiner Völker zur Vertheidigung seiner eigenen Gränzen anwenden sollte. >Anschlag beförderten die in und um Güyenne ausgebrochenen Unruhen über die^ tteg Auflagen und über die Regierung des Kardinals Richelieu. Glivarez hofte,

« würden sich bey dieser Gelegenheit viele Mißvergnügte zu Spanien schlagen, und es?^te leicht zu einem Aufstand und zu einer langwierigen Unruhe in Frankreich kommen.

!^ 3 uedok war auch schlecht mit Truppen besetzt. Vergebens stellten die andern spani-Dn Minister den im vorigen Jahr mißlungenen Einfall in Güyenne und die Gefahry ^ die den übel bewahrten spanischen Gränzen bey einem Übeln Erfolg bevorstand. Ü)li-brachte mit grossen Kosten eine mächtige Armee zusammen und gab sie demStatt-sicl ^. in Katalonien, Herzog von Lardona, anzuführen; Graf Serbellsni, derwsher in den italienischen Feldzügen so rühmlich gezeigt hatte, ward ihm als Gene-b^Utenant zugegeben. Die Flotte, die den Entsatz der Hierischen Inseln nicht hatteh.,rkstMgen können, ward bey dieser Unternehmung auch mit gebraucht, und über-das Aeusserste angewendet, um derselben einen glücklichen Ausgang zu verschaffen.

^sollte im August ausgeführt werden: Richelieu aber bekam schon zu Ausgang desNachricht davon, und befahl daher dem Statthalter i« Languedok, Herzog von0 ein, die Küsten, besonders die Stadt Narbonne in gute Verfassung zu setzen,allenfalls auch der in Provence und Güyenne stehenden Völker zu bedienen. Auf^ fiel der erste Grund von der Hofnung des Grafen Olivarez weg. Langue-mehr wehrlos, sondern man erwartete vielmehr die Spanier. Die ge-öeigte ^ Langsamkeit des madrider Hofs ward auch hier sehr sichtbar. Serbellsnizwar bereits zu Anfang des Augusts mit einigen Truppen an den französischenbe>.g. aber der eigentliche Einfall geschah nicht eher, als bis zu Anfang desSeptem-»i I ch/glich war die beste Zeit, im Feld etwas auszurichten, verstrichen. Serbells-*wd-i - ^mee bis auf izvoo Mann angewachsen war, nahm Palm«, Rochefort»lischt He andere Herter weg. Er fand starke Verrathe von Lcbensmitteln, die der spa-bar^-^fmee sehr zu statten kamen, und die Hallwein unvorsichtig genug in unhalt-Tatzen aufgethürmt hatte. Serbellsni unternahm die Belagerung der Festung, die auf einem steilen Felsen lag, der auf einer Seite von dem Meer, und auf

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b) ^ D 7. x. 17; Schlegel Th. 8. S. 72; u. f.

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