Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

637 der andern von einem grossen Teich voll salzigen Wassers umgeben war; und man

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le nicht anders, als-auf einer kleinen Erdspitze, eine kleine französische Meile breit,hinkommen. Der Befehlshaber, Herr von Barn, war ein tapferer und erfahr.Officier, aber der Ort war nicht gehörig mit Bedürfnissen versehen. Serbellour ^ ,te den Befehlshaber bestechen, ward aber verächtlich abgewiesen. Er beschoß hsst»'die Festung mit so gutem Erfolg, daß schon die meisten Aussenwerke in seinerwaren, und er Anstalten zum Sturm traf. Um seinen Zweck desto eher zu erreich^wollte er alle umliegende Oerter wegnehmen, und ließ zu dem Ende den Kapitän 0^bre zu Sigean durch einen Trompeter auffordern. Er datirte seinen Brief: iwLeucate, weil er die Höhe von der Festung in Besitz hatte, folglich diese selbst bald serlangen hofte. Fabre antwortete, er verstehe die spanische Sprache nicht, und hfauch nicht Lust, sie zu lernen. Als ihm der Trompeter sagte, der Brief enthalte ckAufforderung, so gab er zur Antwort: er würde sich bis auf den letzten Mann wehck'Secbelloni änderte hierauf den Vorsatz, weiter etwas gegen Sigean zu versuchen-^zwischen war Leucate auf das äusserste gebracht, und bedurfte schleuniger Hülfe. ^,Gefahr, in der nicht nur dieser Ort sondern die ganze Provinz schwebte, wenn der ^sie verlohren gieng, belebte alles. Geistliche und Weltliche, der Adel lind die Src§bemühten sich um die Wette, ihren Eifer für das Vaterland an den Tag zu legen. Adwarb Mannschaft und stieß zu dem Herzog von Hallwem. Der Erzbischof vondeaux kam auch mit einigen grossen Schiffen und Galeeren, stieg mit einer Anzahlte ans Land, und begab sich zur Armee, die nunmehr iüooo Mann oder nach andn. .Erzählung 10022 Fußgänger und über 1220 Reuter stark war. So groß nun ^

die Gefahr für Leucate war, so bedenklich fiel es doch, die spanische Armee in ihrer

theilhaften Stellung anzugreifen. Nach vielen Berakhschlagungen beschloß man, -8 S-pt. Angrif auf ihre Verschanzungen in einer Nacht zu thun. Eigentlich war es ein .fall, dessen sich Serbellom nicht vermuthete, da er starker als die französische Ar»'war: aber eben deswegen that es Hallrvem, damit nicht die Ueberlegenheit des 8 ^des seinen aus so vielerley Truppen bestehenden Haufen muthlos machen möchte. P ^lich drung Hallwem in das Lager ein; alles gerieth in Unordnung, bis sich die b-mer erhohlten , und bis gegen den anbrechenden Morgen tapfer fochten. Als aberbeUoni sah, daß er die Hitze der Franzosen nicht langer aushalten könnte; so bedss^er sich noch des Vortheils der Dämmerung, und zog sich in der besten OrdnungDie Franzosen vergrössern, ihrer bekannten Gewohnheit nach, den Sieg, und anstdaß vorher die spanische Armee ein geringer Haufe zusammengelaufener und schlecht §übter Soldaten war, so hieß sie nun eine fürchterliche und sehr zahlreiche Armee. ^ ^Spanier sollten auf dem Platz geblieben, über 5vo in den Seen ersoffen, und 5^^ ^fangen seyn. Von 72 neugegossenen Kanonen sollten 45 von den Franzosenmen lind die übrigen in die See geworfen worden seyn. Vier Mörser, alle ^dürfnisse, zwölf Fahnen, vier Standarten, ohne die zerrissenen, alles Gepäcke,nach der französischen Erzählung, verlohren, und diese so ansehnliche Vortheile smit Verlust von 400 Mann erlangt worden. Die wahre Einbuffe war unstreitigringer; denn der Herzog von Hallwem, setzt selbst nur den Verlust an Todten 1 » ^scher Seits auf 2002 Mann, und es ist kein Zweifel, daß er so gut wie andere ^Herren, die Kunst, Berichte zu erstatten, gewust und ausgeübt haben