Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
326
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'6z7Krieg inItalien- Todder Herzogev. Mantua u.Tavoye».

Am r i Sept.

Am 7. Skt.

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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

Zn Italien geschahen in diesem Jahr keine grosse Thatet!. Der Herzog veSavo^en, der gröstentheils den Krieg mit dem Marquis von Leganez allein füh^konnte die Eroberung der Stadt Nizza della Paglia nicht hindern, worinn auch )

zvsm lagen, die aber, so wie die ganze Besatzung, freien Abzug erlangten. Der .

schall von Lrequi kam spat aus Frankreich zurück, wohin er sich begeben hatte, »M p"bisheriges Verfahren zu rechtfertigen. Er verstärkte mit 6222 Mann zu Fuß4002 zu Pferd die savoyische Armee, und suchte Rocca d'Arasso wegzunehmen, ^ches nicht lange vorher von den Spaniern war beseht worden. Leganez aber rMmit der ganzen Armee vor, und iLrequi ward zum Rückzug gezwungen. Der Ades Feldzugs im August und September vergieng unter kleinen, wechselweiß glücklich^und folglosen Gefechten. Vielleicht würden aber doch die Bundsgenossen mehryommen haben, wenn nicht der Tod zweener italienischer Fürsten den Sachen eine ^dere Gestalt gegeben hatte. Der erste war Herzog Rarl von Mantua, der se>>^unmündigen Enkel Rarl als Nachfolger hinterließ. Er hatte ihn dem Schuh und dFürsorge des französischen Hofs und der Republik Venedig in seinem letzten Willen Elegentlichst empfohlen, und des jungen Prinzen Mutter zur Vormünder«! bestelltmdig bediente sich dieser Gelegenheit, von dieser Seite her die Ruhe zu erhalten, r"brachte es an dem kaiserlichen und spanischen Hofe dahin, daß dem jungen Herzogsdessen Landern völlige Sicherheit und Ruhe versprochen ward, hingegen aber diemünderin an dem Krieg zwischen Frankreich und Spanien keinen Theil nahm. Der ^der? Todesfall hatte weit starkem Einfluß in den Zustand Italiens. HerzogAmadäus vsn Savsyen starb plötzlich in seinem z 1 sten Jahre. Da er vorher e>^guten Gesundheit genossen hatte, so war nichts natürlicher, als daß der Gedanke des §meinen Haufens der Menschen hier statt fand, der Herzog sey an Gift gestorben,wenn ein grosser Fürst nicht auch schnellen Todes sterben könnte. Man sprengte <<der Herzog von Lrequi habe ihm bey einer Mahlzeit am aüsten September zuDiamancpulver beibringen lassen. Das Gerücht wurde glaubwürdiger, weil zu ^der Zeit der Graf von Verua, erster Minister des Herzogs, und der Marquis 2 ,Ville, dessen Feldherr, bey dieser Mahlzeit gewesen waren und beide krankVerua starb, der Marquis aber erlangte bey seiner ungemein starken Natur die Gcs^heit wieder. Die Nachrichten jener Zeit sagen vielmehr, daß der Herzog bey tE .Gastmahl im Essen sehr ausgeschweift und sich dadurch den Tod zugezogen habe.sieht auch keine hinreichende Ursache, warum Frankreich den Tod des Herzogs gew»^haben sollte. Es findet sich bis dahin nicht, daß er seine Gesinnungen gegenreich geändert haben sollte, und Richelieu war zu klug, um allein deswegen ein^Dchen Fall zu veranlassen, weil es möglich wäre, daß man durch die Gemahlin deszogs, eine Schwester des Königs von Frankreich, Savoyen immer bey der fta'L!,,schen Partey behalten könnte. Will man es der Eifersucht und Uneinigkeitdem Herzog und Lrequi zuschreiben, so findet man in dem moralischen Charakter „letzten nicht Beweise genug, daß er einer so schändlichen Handlung fähig gewesi"

sollte. Der Herzog hinterließ zween unmündige Prinzen, Franz Hyacmrh, der)im folgenden Jahr starb, und den vierjährigen Rarl Emanucl, dem also die va^

Uilk. I.. 5. p. zio lqq. 1*. 2.

H 18. y. 428 kgg. Vcrgl. te 9. k.

1. b,. 42. p. 219-257. Griffet Th-

59-67. Bertram B. 12. S. 27; u. lb