Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
327
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. Z27

Lander zufielen. Die Mutter und Regentin sah sich in der grasten Verlegenheit; rüz?s es Gemahls Bruder, der Kardinal Moritz und Prinz Thomas in spanischen Dien-y Frachter» Anspruch an die Regentschaft, und der erste behauptete, sein verstorbense> ^^uder habe ihn nicht davon ausschliessen können. Der jüngere unterstützte in die-^ .Forderung den altern, und bot zugleich seine Dienste an, welche die Herzogin anzu-in Dostes Bedenken trug.. Vielmehr wollte sie sich und das Land ihres Prinzen^Ruhe sehe», und bat um Genehmigung des französischen Hofs, wenn sie sich mitManien in einen besondern Vergleich einliesse. Richelieu antwortete, es sey dieskeineswegs zuträglich, sondern weit besser, wenn die Herzogin die Truppenfranzösischen Armee liesse. Bey diesen Umständen glaubte der französische Ge-der nr Emery seinem Hof einen Gefallen zu erweisen, wenn er sich Vercelli, ja selbstDentin und ihrer Prinzen bemächtigen könnte, und diese also gezwungen wären,

N ^ französischen Partey zu bleiben; allein, Lrequi wollte in diesen schändlichen Amde ^ willigen. Inzwischen vergieng bey diesen Unterhandlungen die Zeit, und bei-Armeen bezogen von beiden Seiten die Winterquartiere k).

Bey dem Streit zwischen der Regentin in Savoyen lind ihren beiden Schwa- Anschlüge der?^ar der äusserst verschmitzte Jesuite Monod, Beichtvater der Regentin, sehr ge-th ltig. Ex harte noch vor dem Absterben des Herzogs eine Reise nach Frankreich ge-

und sich mit dem Jesuiten Laußin, Beichtvater des Königs, über den blutigen Staarsver-unterredet, welcher ganz Europa verheerte, und den si<beide allein der Herrsch Wallung desdes Kardinals Richelieu zuschrieben. Und da Monod weit mehr Feinheit und Karbin. Ri-stl^and besaß, als Laußm, so flößte er diesem den Vorsatz ein, dem König vorzu-H^mfeg ^ daß er in seinem Gewissen verbunden wäre, seinem Volk den Frieden zu schaftseine Mutter zurückkommen zu lassen, ja sogar den Kardinal zu stürzen, wel-thxj,^"su Krieg angefangen, der sowohl der Religion als dem Staat den grösten NachUnd Pater Monod hatte dem Herzog von Savoyen etwas davon entdeckt

H hE den Kardinal wieder davon benachrichtiget. Daher kam es, daß Ri-H '"i sich zu diesem Pater des allerschlimmsten versähe. Böy den Händeln wegen der8ege Schaft in Savoyen arbeitete er den französischen Absichten aus allen Kräften ent-^ies machte seine Beichttochter gegen den Kardinal Richelieu äusserst mißtrauisch

Hey hingegen wendete alles an, um den Jesuiten bey der Herzogin verhaßt zu ma-^vu/ iieß ihn ihr als den boshaftesten und abscheulichsten Menschen schildern. ManHu mit gliter 2lrt nach Frankreich locken, indem man ihm eine Reise dahin vor-?liej^ ^"üt er die Gnade des Königs und seines Ministers wieder gewinnen möchte:

j»ch der Jesuit war zu klug, und antwortete, die Herzogin könne, wenn sie wolle,als ^ Schloß zu Turin gefangen setzen lassen: Frankreich aber würde er nie anders,

Landkarte, und den Kardinal Richelieu nicht anders, als im Gemählde,

^ nhen.

Sege„. Das Betragen des P. Laußm trug sehr viel zur Erbitterung des Kardinals^si>be "P-Monod bey, den er als den Anstifter aller Unternehmungen des ersten' Richelieu glaubte nicht ohne Grund, daß der Beichtvater des Königs mit

dem

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^ ^ P. 1. P. i§6 ttz. Z07 ^4. Griffet Lh. 14. S. 6g II. ff. Bcr-

^ yc> 478 sqa. Mmoires 1', kram V. ir. S-. 277 li, ff.

Vergl. /k 1^. 9. l' r. p.