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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
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so k Rath des Kardinals einzuhohlen. Kaum hatte dieser etwas davon erfahren,Nun*'" ^ »um König, stellte sich, als wüste er nichts von der schon geschehenen Ernen-den rn schlug ebenfalls den Abbt la Ferte zu derselben Pfründe vor: aber gegen^eichrvater wuchs sein Groll desto starker.
dje ^ Dieser Umstände ohnerachtet hatte der König nicht Muth und Stärke genug,lval^^ zu zerreißen, die ihm der Kardinal angelegt hatte. Er wagte es nicht ein-d«t/ ^ine Meinung über diejenigen Punkte zu sagen, welcher wegen sein Beicht-fern ^ Zeit lang sehr nachdrücklich mit ihm gesprochen hatte. Er verlangte von die-dan^ ^ sollte sie dem Kardinal in seiner Gegenwart vortragen, und versprach, ihn als-hin ^ unterstützen. Er bestellte ihn nach Rüel, dem Landhause des Kardinals, wo-lle/E/wck) kommen, und das Gespräch auf die Gegenstände lenken wollte, von oenen^^ther so oft gesprochen hatten. Der ehrliche Pater mochte vielleicht etwas von deniu vj/^L^men einer solchen Unterredung fühlen; aber er traute doch seinem Verständeehe? »u, als daß er den Vorschlag abgelehnt hätte. Er kam also nach Rüel, und zwar«tide^ ^önig daselbst anlangte. Richelieu, der durch seine Kundschafter, oder, wiepjg ^»vollen, durch den Herzog von AttFsuleme selbst, den doch Laußm dem Kö-hc>lt^ ersten Minister vorgeschlagen hatte., Nachricht von allem, was vorgieng, er-empsieng ihn kältsinnig, und unterhielt ihn bis zur Ankunft des Königs mit ei-jiq Absprach von der Eitelkeit der Welt, und von der Glückseligkeit derer, die sich ein-allein dem Dienste Gottes widmen. Er warnte ihn verdeckt vor allen Verbin-saq?!" mit der Königin Mutter und mit dem Fraulein la Facette, indem er zu ihmHer?' ein tugendhafter Mann mäße sich vor den Kunstgriffen der Damen wohl in Achtdes weil es gefährliche Geschöpfe unter ihnen gäbe, die oft verderbliche dem WohlSeg ^aats nachtheilige Grundsätze hegten. So bald der Kardinal den königlichen Wa-»lig s Etbeirollen hörte, hieß er den Jesuiten unter dem Vorwand fortgehn, daß derKö-E argwöhnisch sey, und nicht gern sehen werde, wenn er sie beisammeri anträfe.Ky Parcr, dem der König verboten hatte, zu sagen, daß er von ihm herbestellt, sich fortweisen, in der guten Hofnung, der König werde ihn wohl rufen lassen.
. Ludwig hielt hierauf eine lange Unterredung mit seinem Minister, und ent-'hin die Gewissensjweiftl, die Laußm in ihm erregt hatte. Rtchelieu bot allesteg ^ ^iner Beredsamkeit auf, sie zu heben. Er bewieß aus Theologen und Kanoni-kesl^ er einen rechtmäßigen Krieg angefangen habe, und daß die Bündnisse mit pro-slchf'"schen Machten dem göttlichen Gesetz nicht zuwider laufen, zumal da er alle Vor-rch^'gewandt habe, die Uebung des katholischen Gottesdienstes überall ungestöhrt zu^ En. Er behauptete, die Rückkunft der Königin Mutter würde lauter Unruhen im ^Zwecken; und wenn man ihr Geld schickte, so würde sie es nur anwenden, umdi,ig?^Eung eines Kriegs wider den König Truppen zu werben oder Meuchelmörder zurr ^, die seine Minister vor seinen Augen niedermachen würden. Er fragte ihn, ob^st'tdü r ich nach den Rathschlägen einer jungen Nonne (la Fayette) nnd nach demAgieren " eines einfältigen und in den Welthandeln »»erfahrnen Pfaffen (Laußm)t?r ^ d)olle? Er nennte den Pater Laußm das Werkzeug und Sprachrohr des Pa-llicug rmd sagte, der letzte suche aus Bosheit, und der erste aus Einfalt Spa-
öglj) zys schell zu befördern; und wenn man ihnen Gehör gäbe, so würden die SpanierAn/^ster von Savoyen und die Franzosen Sklaven des Hauses Oestreich seyn. Der"L-W.H.Z9.TH. Tk König
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