z;o
29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
;6z7
König wurde durch die Menge und Wichtigkeit der Beweisgründe oder vielmehr durchdie Heftigkeit des Kardinals, dre ihn in Schrecken sehte, ganz überwältiget, und suchte seinen Beichtvater blos durch die Redlichkeit seiner Absichten zu entschuldigen: alleinRichelieu drohte, er würde sich der Staatsgeschäfte gar nicht mehr annehmen, we>^er seinen Beichtvater nicht abschafte. Und der schwache Ludwig, der den Kardim«für unentbehrlich hielt, willigte endlich in dessen Entfernung, doch so, daß man so"?nichts widriges gegen ihn vornehmen sollte.
Inzwischen wartete der betrogene Pater mit ungedultiger Sehnsucht aufAligenblick, da ihn der König würde rufen lassen: allein, dieser Augenblick ersehtnicht, und er müsse nach eingebrochener Nacht seinen Weg wieder nach St. GeringAm ro Der. suchen. Am folgenden Tag gieng er sogleich des Morgens zum König, und hatte vieleMühe, in dessen Kabinet zu kommen. Ludwig sagte ihm, der Kardinal wünDdaß der Pater sein Verhalten und seine Gesinnungen gut heissen möchte. Da aberser versicherte, er könne es nicht thun, ohne sein und des Königs Gewissen zu besehtren; so fieng der König an zu weinen und Pater Laußin nahm seinen Abschied, als ^Herren von Lharugm und Desno^ers kamen, um mit dem König von Staats^schassen zu sprechen. Noch an demselben Tag bekam Laußm Befehl, sich nachnes zu begeben, keinen Besuch abzustatten oder anzunehmen, an niemand zu schreib^und weder zu Paris noch unter Wegs in irgend ein Nonnenkloster zri gehen. Erde durch einen Freikorporal von den jeibtrabanten dahin begleitet, muste aber nachMonaten seinen Aufenthalt schon wieder verändern, weil er sich durch eine weitläuUSchichschrift, die er an den Staatssekretär Dcsnoyers schickte, den Zorn des Ka>^!nals aufs neue zuzog. Er verlangte von den Ordensvorstehern, sie sollten ihnO.uebek unter die Heiden senden: doch, er war zufrieden, als sie ihn nach Quinff^Corentiu tief in Niederbretagne verwiesen. Daselbst blieb er, so lange der König E'hernach ließ ihn Anne von Oestreich wieder nach Paris kommen, wo er im JE1651, 68 Jahr alt, gestorben ist >).
16z 8 Zu Anfang des neuen Jahrs erwieß der König dem Kardinal eine ganz besE
.»„^"^"/"bere Gnade, indem er der Marquise von Lombalet zu Gefallen die Herrschaft Aig^!chaft Agenois zu einem Herzogthum und einer Paine erhob. Im Jahr 1634 war^
ton i„ ' ein schon wegen des Herrn von püylaurens geschehen, und die Paine erhielt seinen sE'Herzvgrhnm. men, verlosch aber mit seinem Tode. Lombalet starb 167z und hinterließ AiM ,ihrer Nichte, Marie LNagdalene Lheresie von Vignerod, durch deren Tod ^Paine iin Jahr 1704 abermals verlosch. Aiguillon ward aber wieder im Jahr r??.zu einem Herzogthum mit einer Paine erhoben, zum Besten des Grafen von ÄgenEjArmand Ludwig von Vignerod Vü plcßrs, nach dessen Absterben sie E"^'aArmand von Vrgnerod, sein Sohn, der noch jetzt lebende sehr bekannte HeE»Vdtt Argmlldtt bekam m).
y ti/sMo/re/ P. 1. p. 204 fgg.
bliü. b,. 6. p, ;66 lgg. I^ettre äu U.Laullur au p. (Henersl >» dem Buch, das denTitel führt: l'ub» insAna mlrutn ölunAensionüm Ar^ent. ,71z. §. Vergl, /r D
Zra"kr^
9. ?. t. l,. 42. p. zz/ Griffet Th- ^S. 70-91. Schlegel Th 8- S. 7^5-LAi'
M L nouvelle N
ptiou ils in I'rsnce lä llsris 1754-) ^
269z