29. Brich. Ludwig der Dreizehnte.
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Frankreich hatte für den Feldzug dieses Jahrs sieben Armeen aufgestellt, ohne 16z zbvn^-^te und die Galeeren zu rechnen. Die erste stand in Artois unter dem Marschall Rüstungen zu^hatillon; die zwote an den Gränzen der Picardie und Champagne unter dem Em neuen^arschalj von la Force; die dritte im luxemburgischen unter dem Kardinal la Valero oeldzug-Urn ^ vierte am Rhein unter dem Herzog von Nl)eimar; die fünfte in Hochburgund» ^ dem Herzog von Lsttgueville; die sechste in Italien unter dem Marschall von; und die siebente an der spanischen Gränze unter dem Prinzen von Tonde.sek^ x^en in ihren Unternehmungen sehr verschiedenes Glück. Die stärkste HofnungzM sichelte» auf die für die Niederlande bestimmte Armee, weil die Holländer ihreemchtungen befördern konnten. Der Graf von Eftrades, damaliger französischerh "andrer im Haag, verabredete mit dem Prinzen von Dramen, daß der Marschallyk? ?^tillon Kambray, Namur, Grävelingen oder St. Omer angreifen, der Prinz^r Antwerpen, Hülst oder Damme belagern sollte. Zuletzt wurden St. Omer und Belagerung^ o^krpen gewählt. Thatillon rückte also vor die Stadt St. Omer, die zwar Volk- der Sradt. A und wohlbesestigt, aber mit einer geringen Besahnng versehen war. Hingegen war br-/ch die aus i sovo Mann zu Fuß und 3400 zu Pferd bestehende Armee der Franzo- ^c>uk^-' ^ln, einen so grossen Ort förmlich zu belagern. Thatlllon drung deswegenl eine Verstärkung; die Arbeit gierig so langsam, daß vier Wochen nachher die Lauf-? üben noch lttcht einmal eröfnet waren. Man beschäftigte sich mir der Wegnahme der^umliegenden Schanzen, und brachte zu Anfang des Julius die Circumvallationsli-»es" ^ fünf Meilen im Umkreis zu Stande. Prinz Thomas hatte dennoch Mittelriik / 1200 Mann in die Stadt zu bringen; dabey erschwerte er die Zufuhr undc^ete zivo Regimenter französischen Fußvolks zu Grunde. Der Marschall la Focod ^tke sich mit den Belagerern vereinigt, und man bestrebte sich nunmehr sehr lebhaft, Am 17 Zu».
einzunehmen, zumal da der König und Richelieu eifrigst durch Briefe dazuAhnten. Der erste erbot sich, wenn es nöthig wäre, selbst dahin zu kommen. Derh!lchof von Auxerre verrichtete die Dienste eines-Jngenieurs. La Force that sichlondexs stark hervor, da er gewöhnlich als ein Mann von gleichem Rang sich mit Lhaokicke'" wohl vmrug. Der Kardinal - Infam hatte zeither nur die Belagerer beob-lassen können: als aber piccolomini die Holländer unter dem Grafen IlVilolerli!? Nassau am 22sten Junius bey Kallo geschlagen hatte, trug er diesem kai-hchchen Feldherrn und dem Grafen Johann von Nassau auf, zu dem Prinzen Tho-b M stoffen und St. Omer mit vereinten Kräften zir entsetzen. Die Franzosen wur- Am z. Jul.so e . uf angegriffen, und ob sie gleich auf der einen Seite tapfere Gegenwehr thaten,ffch d^chtigte sich doch auf einer andern Prinz Thomas dreier Reduten und öfnetegeg ^"kch den Weg, Volk, Kriegsbedürfnisse und Lebensmittel in die Stadt zu brim8lanb ff^st blieb sogar die Nacht über in derselben. Bey so widrigen Umständenallen ^ Echanllon, er könne sich nicht anders als durch ein förmliches Treffen helfen: Die Belage-Lgg. ^ vie meisten übrigen Generale widersprachen ihm; folglich war er gezwungen, sein r>mg wirddg« j?vr Sr. Omer zu verlassen. Der Rückzug geschah in ziemlicher Ordnung, ohneHq^vt.die Spanier merklichen Schaden zufügen konnten. Lhatillon nahm vor derti. Weg nach Niesle, ohngefähr dritthalb Meilen von Monthullin und Ren-
^ Thomas und piccolomini aber giengen nach Teronenne, um das platteöu bedecken, und Hedin und Renti stärker zu besehen.
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