Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
333
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

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der?"^ den Rhein getrennt war, nicht vereinigen konnte, so muste er mit dem Theil r6zzhol/* ^^'üö des Rheins hatte, den heftigen und blutigen Anfall der Kaiserlichen aus-' Sein linker Flügel ward über den Haufen geworfen und die schwächste Gegenddie erstiegen: aber der rechte Flügel unter dem Grafen von Nassau drung unterke -^^rlichen mit der grösten Gewalt ein, trennte und verfolgte sie. Unterdes brach-K^rnhard seinen linken Flügel wieder in Ordnung; und indem die ihn verfolgendenUnd von dem Fort Blicken durch ein heftiges Musketcnfeuer geängstiget wurden,sck! ^ Theil mit Plündern beschäftigten, so sammlete er sich, grif die Feinde an,

!v w ' ^ ^uück und nahm ihnen etliche Fahnen. Doch, die Kaiserlichen erhohlten sich^Nnte^ ^ uoch 300 Mann in. die Stadt werfen und sich gemächlich zurückzieht!

hg . Der Vortheil war also auf beiden Seiten ziemlich gleich: aber Herzog Bern- Sieg dechen e Raubte doch, es sey nicht Ehre genug für ihn, den heftigen Angrif der Kaiserlü Aöch b ec ausgehalten zu haben. Da er wohl einsähe daß es schwer halten würde, ^er s^^den im Angesicht der kaiserlichen Armee zur Uebergabe zu zwingen; so entschloß^rf s Unternehmen aufzugeben, aber in keiner andern Absicht, als sich eines gutenVier ^ desto mehr zu versichern. Er nahm also einen Umweg, um die kaiserliche Ar- Am z MärrH,T"f ihrem Rückzug aufzusuchen. Als Johann von Werth dessen Vortruppener s^e, so hielt er sie nur für eine streifende Partey, und wollte sie aufheben: aber,

HZ bald die ganze Armee vor sich, und stellte daher die seinige, so gut sichs in derdie Müdigkeit thun ließ, in Schlachtordnung. Er legte einen Haufen Musketier in8tz^k>üsche, M denen diese Gegend des Rheinstroms stark beseht ist. In einembey dem Dorf Nollingen versteckte er ein ganzes Regiment Fußvolk, und dengj Armee stellte er hinter einen mit Musketieren angefüllten Graben. Das Treft»Nj^ ^>g mit völliger Erlegung und Vertreibung derer an, die im Gebüsch standen, dattte ^eile die Artillerie des Herzogs grosse Verwüstung unter den Kaiserlichen anrieh-^"dlich brach er selbst in die kaiserliche Reuterey ein, wie auch in das im WaldRegiment, und vier seiner Regimenter musten auf den Graben losgehn der diedie suchen deckte. Die im Graben gestellten Musketier machten ein entsetzliches Feuer:schuppen des Herzogs liessen sich aber dadurch nicht irre machen, sondern nähertenSrvss^taufgezogenem Gewehr und faßten ihren Mann so gewiß, daß auf einmal einedir! ^enge zur Erde gestreckt wurde. Dies verbreitete Schrecken und Flucht LurchdZd ^ Armee. Johann von Werth sah sich verlassen, stürzte mit seinem der-iU dMch Pferd, konnte in der Verwirrung kein anderes bekommen, und eilte zu FußSeiyZ *vr Walde stehenden Regiment Infanterie, das sich noch durch die treflichsteGe-^ Her Einern Posten behauptete. Allein, Tupadel, der auf dem rechten Flügelvon Weimar koimnandirte, umringte es nunmehr auf allen Seiten undZ H vchsi Werthen gefangen. Das Merkwürdigste bey diesem Siege war, daßZd, Zale gefangen oder gecödtet wurden, wovon vielleicht kein Beispiel gefundenand ausser Werthen sielen auch SaveLli, Enkforr, Sperreuter undZ hohe Officiere Bernharden in die Hände; unter andern auch Anton vonBruder des Generals; und wenig Tage hernach ward die Anzahl dieser^ ^fmgenen durch den Grafen von Fürftenberg vermehrt. Der Herzogentwische einige Tage nach dem Treffen, als Priester verkleidet, zu Laufenburg.

T t z Rhein-