Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29 . Buch. Ludwig der Dreizehnte. 9 Z 5

serli s, ^ch dies brachte die belagerte Festung noch nicht zur Uebergabe. Die Kai-Ae?» ^ ivaren fest entschlossen , den Belagerern so viele Treffen zu liefern als sie Ar-

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ein?" ^"^ringen könnten. Kaiser Ferdinand der Dritte befahl seinen Feldherren,

^ u neuen Versuch zu thun, wenn sie auch geschlagen werden sollten, indem er den^mr Armee nicht achtete, wenn nur die Festung gerettet werden könnte. Zn^it ^ ^ ^ar die Erhaltung dieses Orts für das Haus Oestreich von äusserster Wichtig-' Er war das Erbthei! der Erzherzoge von Jnsprrick und ein Schlüssel zu Teutsch-H ' ^am diese Stadt in die Hände der Franzosen, so wurde sie ein Zaum für den^ Mg von Lothringen, eine Schuhmauer gegen alle Versuche des Kaisers widergleich, ein Damm gegen alle Hülfsvölker, die er den Spaniern in die Niederlarr-h^lchickte. Daher liessen auch die Kaiserlichen nichts unversucht, und Herzog Bern-8eae ^ siegreich er auch bisher gewesen, ward unruhig, als er die grossen Rüstungensi>jn Unternehmen, auf dessen Ausgang ganz Europa wartete, bereiten sah. Der°en ^ Lothringen legte bey dieser Gelegenheit seinen Eifer um den Kaiser an: aber er that es auf Unkosten seiner Ehre und seiner Truppen. Kaum hatte

dessen Annäherung erfahren, so gieng er ihm mit einer gleich starken Anzahl Am i;. Okt.kill? entgegen, und schlug ihn aufs Haupt. Einige Tage nachher that Herzog Aarlfqn "^>en Versuch mit den aus der Zerstreuung gesammleren Truppen, war auch An-fe? Sanz glücklich, aber plötzlich kehrte sich alles zu seinem Verderben, wozu die Tap-^ und Klugheit des Grafen von Türenne sehr viel beitrug,k, c, Nach so vielen Siegen schien es, als ob der Herzog von Weimar weiter nichtsde>. /sorgen hätte: aber es stand ihm noch ein weit härterer Kampf bevor. Es war dies Am -4 Oft,Versuch der Kaiserlichen. Die Stadt lag in den letzten Zügen und stand einesir L^ Hungersnoth aus. Der Verlust oder die Befreiung derselben hieng von die-sf,Schlacht ab. Sich im freien Feld einzulassen, hielt der Herzog von Weimar nichtL.^chsani; er entschloß sich, den Feind in seinen festen Verschanzungen zu erwarten.

8 h. hatte sich mit Götzen vereinigt. Der Herzog erblickte sie bald vor seinem La->>>n' bald schwärmten sie auf den benachbarten Anhöhen, bald am Ufer des-Rheins Her-^sck ^ ^ben sich alle ersinnliche Mühe, Lebensmittel in die Stadt zu bringen. Sie^Sten 1 Bernhards Lager mit Kanonen, griffen auch einige Posten an und bemäch.

"vch bck) ihrer: aber bald wurden sie wieder mit grossem Verlust herausgeschlagen. Den--fchj^urden sie dadurch nicht schüchtern; sie verdoppelten nur ihre Angriffe, und esals wenn die Bundsgenossen, gleichsam des Siegens müde, endlich unterliegenEndlich wurden doch noch die Kaiserlichen überall in die Flucht getrieben. Der^ Götze, der sich nun weiter nicht helfen konnte, suchte den Belagerern selbst^yff^ahr an Lebensmitteln, wiewohl ganz vergeblich, abzuschneiden. Der entrüstetedaß ^ .pachte die Widerwärtigkeiten des braven Generals Götze dadurch vollständig,den Proceß machen ließ; doch der Herzog von Bauern nahm dessen Partey,k. ^ücklich, daß er auf dem Reichstag zu Regensburg für unschuldig erklärt wur-" Nachfolger, der General Golz, war so wenig im Stande das Unglück zu^tirde ^ vielmehr den Belagerten der kleine Rest von Hofnung dadurch benommen^geq-- « er auf die falsch ausgesprengte Nachricht, als wenn Herzog Bernhard ihmbgchbtz ^e, mit seiner Armee die Flucht ergrif. Der tapfere Befehlshaber, Rei-

> "bergab also nach einer Belagerung von fünf Monaten die Festung Breysach, Am i- D-c.

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