Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

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sen c > ^Er Prinz von Londe suchte hieraufFuente-Rabia immer enger einzuschlies- i6z8lkMe Minen aber thaten nicht die gewünschte Würkung. Noch war inzwischenL>r ' Eonde konnte sich schmeicheln die Festung durch Hunger zur Uebergabe

tet t^^^^ ^ wenn nicht der Erzbischof von Bourdeaux den ganzen EnNvurf vernich-Nen Dieser eitle Prälat wollte ferner Antheil an dieser Eroberung haben und sei-and - ^ zu Lande sehen lassen. Bis hieher hatte er den Hafen von Passage undcke,/^ nichtige Posten, wodurch die Spanier zu Wasser dem Platz einige Hülfe zuschi-tl > wnnten, mit seiner Flotte zu verwahren gehabt. Jetzt meinte er, dies wäre unnö-sick er die ganze spanische Seemacht zu Grunde gerichtet hakte; man könnte also^)er die Flotte an den Ausfluß des Bidassoa legen, wo sie ebenfalls gegen die spanischenH^!"che , etwas in die Stadt zu bringen, dienlich wäre. Conde" ließ sich wider denh ^.ewiger -Officiere bewegen, den Vorschlag einzugehn, weil er vor Begierde brann-b/ ue Belagerung zu vollenden. Der Hafen von Passage ward verlassen und die ba-ns gestandene 4000 Mann stiessen zur Armee des Prinzen. Der Admirante von^a-h. und der Marquis von Morrara hatten wahrend dieser Zeit die spanische Armeevc,geführt, sahen aber kein Mittel zum Entsatz, so lang Passage in französischen Hän-^ar. Eine Mine hatte eine Bastion zu Grunde gerichtet, und man konnte hier"w noch an zween andern -Orten Sturm laufen. Die Belagerten waren in der gröstenVerlegenheit, zumal da ihr tapferer Anführer, Don Michael perez bey einem Aus-Ml ums Leben gekommen war. Londe bereitete sich zu einem allgemeinen Sturm, undWahrscheinlich hatte er guten Erfolg gehabt. Der Herzog von la Valette sollte auf dersnen Bresche den Angrif thun; er verschob es einen Tag, und der Prinz, der ohnehintödlichen Haß gegen ihn und dessen Vater, den Herzog von Epemon, hegte,v das Kommando dem Erzbischof von Bourdeaux. Dieser machte auch alle Zube-Icia ^ ä" einem glücklichen Angrif. Durch diesen Aufschub aber gewonnen die Be-serten Zeit, sich auf der Bresche zu verschanzen, folglich den Angrif weit gefährlicherbrachen. Der Herzog von la Valette verließ aus Verdruß das Lager und hielt sichhe?L ^le davon auf. Da nun indessen der Admirante erfuhr, daß Passage nicht mehrdas c ? sv rückte er auf einmal mit seinen mehr braven als zahlreichen Völkern gegen' Am 7. S,tznzösische Lager an, und durchbrach es fast ohne allen Widerstand, so daß diesch ^ter dabey nicht mehr als sechzehn Todte rmd 150 Verwundete hatten. Ein pani-^ ^^chrecken verwirrte die Franzosen; jeder dachte blos auf die Rettung seines Lebens;der l^ ^theilte zwar noch einige Befehle wegen des Rückzugs, sonst war er aber nichtei„ ^e im Lager; er wandte sich nach der Seeseite, und watete tief in das Wasser hin-dey'?M nur auf ein Fahrzeug zu kommen. Der Erzbischof von Bourdeaux war hier-riere ^.tttuer Begleiter. Der Herzog von St. Simon und verschiedene andere Ossi-tier der Reuterey und dem übrigen Fußvolk nahmen ihren Weg nach dem Quar-^ter f'^^ogs von la Valette; dieser führte sie über den Bidassoa, warf die Brücke^vden ^ und langte ohne weitem merklichen Verlust auf französischem Grund undNyg ^ Denn die Spanier versahen es darinn, daß sie ihre Feinde nicht stark ge-

Vlünde. ^en. Sie überliessen sich ihrer Freude und Begierde, das verlassene Lager zu^s«hr ^ ^ das ihnen mit allem Geschütz und Gepäcke in die Hände siel. Sie hatte un-ser Franzosen getödtet, aber man rechnet noch bey 2000 Mann, die im Was-' der Flucht ertrunken sind. Diese unglückliche Begebenheit diente dem Kardinal

Riche-