Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
344
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29- Buch. Ludwig der Dreizehnte.

Dem Herzogvon la Valct.-te wird derKopf abge-sprochen, erentflieht abernach Engs.

Ludwig i z.bekommt ei-nen Dauphin.Am - Sept.

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Richelieu, der seine stolzen Traume von Eroberungen in Spanien so plöhlichschwinden sah, dazu, daß er seinen Haß gegen den Herzog vonEpernon und den-vzog von la Valette ausüben konnte. Alle Schuld ward auf den letzten geworfen'muste derjenige seyn der diese harte Niederlage lind schändliche Flucht verursacht ^ cgewissermassen war er es auch. Man machte ihm den Proceß und sprach ihm den lsiab; aber er war noch zur rechten Zeit nach England entflohen. Der wahre Grund ^dem schlechten Erfolg dieser Belagerung entsprang ohne Zweifel aus der Verlassung ^Passage, und aus der Uneinigkeit unter den französischen Befehlshabern, wozu auch^'die Unentschlossenheit des Prinzen bey dem spanischeil Angrif gekommen war r).

Die Nachricht von diesem Unglück stöhrte die Freude über die damalshene Geburt eines Dauphins, die in allen Franzosen, nur nicht in dem HerzogOrleans und dessen Freunden, frohe Empfindungen erweckte. Da man nachUnfruchtbarkeit der Königin von zwey und zwanzig Jahren alle Hofnung, einen Pfzen von ihr zu sehen, aufgegeben hatte; so wurde seine Geburt fast für ein ^werk angesehn; und der Kardinal wollte ihn eben deswegen Theodos oder vsn ^geschenkt (*) genennt wissen. Man hat in neuern Zeiten Ludwig demzehnten die Ehre rauben wollen, Ludwig den Vierzehnten gezeugt zu haben- ^kam im Jahr Wyz bey dem unsterblichen Peter Hammer in Köln eine Geschieht^Liebeshandel der Königin Anne von Oestreich heraus, worinn vorgegeben ward, ^chelieu habe seinen Haß gegen den Herzog von Orleans so weit getrieben, daß et/^der Absicht, diesen Prinzen von der Thronfolge auszuschließen, der Königin vermißeines Grafen von Ranzau zu einem Kronerben verhelfen habe 6). Weil aber der ^dieser ganzen Schrift romanhaft lind verlaumderisch kl'ngt, auch kein einziger glaubA,.diger Zeuge zur Bestätigung dieser vorgegebnen Liebe zwischen der Königin und demfen von Ranzau aufgestellt werden kann; so verdient sie keine Aufmerksamkeit, ^wir glauben, zur Ehre des königlich französischen Hauses, lieber das, was der ^quis von Monrglat und die Frau von Motteville in ihren Memoiren t) erzak'Der König reißte nämlich zu Anfang des Decembers vorigen Jahrs von Versailles ^um zu St. Maur die Nacht hinzubringen. Als er aber durch Paris kam, hielt erin dem Kloster der Heimsuchung auf, wo er bey dem Fräulein von la Fayerce §Besuch abstattete. Während dieses Besuchs kam ein schreckliches Ungewitter, dasKönig hinderte , nach Versailles zurückzugehn, oder sich nach St. Maur zu beg^ 'wohin die Küche und das Bett vorausgegangen waren. Er wollte zwar das ,

r) /Vcmo/iv/ -te trtM-Zt-ir IV I. PLF. 2;z- fe äe I^ouis XIII. avee Nonüeur le ostgg!'rz 7. tter»-!r-t 1*. 2.1,. 19. p 419 lgg. -te ^OoEe -te tt-r-rr-,»le verltable?ere öe ^

.e, eontin. I'. z. p. 87; nick. lle XlV. ou I on voit au Ions domweot ^

in Vie clu Duo ti'Lfpernon 1 °. z. p. 409-419. -^- — '-

-te p. ,7;l. 757. 766.

769 l'g. 1- 8- P- 6z. 781 fljg. tl/e-

^ -te lato» I 1. p. 2)2 s,^. Vergl. te1°. 9. ?. l- b, 4Z. p. 627-^Z9. ?. 2.

I. 44. z Igg. r;8 Igg. Griffet^!,. 14, S.io; ri. ff. Bertram B. 12. S. Z07 n. ff.

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