Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
346
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FruchtloseUnterhand!,der KöniginMutter zuBewürkungihrer Rück-kehr nachFrankreich.

Z46 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

Tours vor dem König predigte, lernte ihn Richelieu kennen, und wurde durch dei^Gaben so eingenommen, daß er ihn in seine Dienste zu bekommen suchte. Er könndiese Absicht erst im Jahr 1624 erreichen, nachdem er ihm erlaubt hatte, den Ba>Hyacinth mit an den Hof zu nehmen. Hier wurde er der Liebling und der gehendRath des Kardinals, mit dessen Gemüthsart die seinige sehr übereinstimmte.

Pater Joseph verband mit einem Schein der Sanftmuth und mit einem schmeichE,ten Betragen eine eben so »«biegsame Harte und Grausamkeit, als der Kardinal, bZimmer stieß an das Zimmer des Kardinals, hatte aber das äussere Ansetzn einer » .sterzelle. Der Pater schlief auf einer Strohmatte und beobachtete äusserlich sehrdie Regeln seines Ordens; dennochnahm er an allen Hofränken Theil und machte ^würfe zu den allergeheimsten Staatsgeschaften, an die Richelieu alsdann nur die/ckHand legte. Auf seinem Sterbebett bekam er von dem Kardinal einen sehr seltsamBesuch. Es war eben Nachricht angekommen, daß Breysach nächstens übergehen ^ 'de; Richelieu's Freude hierüber war so groß, daß er noch einmal zu dem armen P.ter, der schon die letzte Oelung empfangen hatte, lief, und ihm ins Ohr schrie: Etröst, mein parer! Breysach ist unser r). -

Der Kardinal war noch nicht über den Tod seines Freundes getröstet, als vAnhalten der Königin Mutter um die Erlaubniß der Rückkehr nach Frankreich ihmKummer erweckte. Sie hatte sich nach dem Tode ihrer Freundin, der Jnfantin Rbelle Rlare Eugenie, aus den spanischen Niederlanden nach Herzogenbusch bege^wo sie von dem Prinzen von Oramen mit allen gebührenden Ehrenbezeugungen/ ,pfangen wurde. Von dort aus durchreifte sie alle merkwürdige Städte der vereint ^Niederlande, und seegelte endlich im Oktober des vorigen Jahres nach England, N> ,ihrem hohen Rang gemäß unterhalten wurde. Die Königin von England, diegrosse Gewalt über das Gemüth ihres Gemahls erlangt hatte, haßte den Kardinal ^chelieu, weil er mit den abgesagten Feinden ihres Gemahls, den Puritanern, einsHeimes Verständniß unterhielt, und sie weigerte sich, Briefe von ihm anzunehmen. >7/her konnte auch der Graf von Estradcs, französischer Gesandter in England, denher parteilos gebliebenen König Rarl den Ersten nicht zur Beobachtung der Patch.,sigkeit auf dem Fall bewegen, wenn etwan Frankreich und die Generalstaaten ?n ,Seeplatz an der flandrischen Küste belagern würden. Von der Zeit an trieb Riche'^durch den Abt Lhambre, seinen Allmosenpfleger, einen gebohrnen Schotten, nill ßsen mißvergnügten Landsleuten geheime Unterhandlungen; und aus diesem Grunde ^man den Kardinal als einen der ersten Urheber der schrecklichen Verwirrung inansetzn, welche hernach König Rarl'n auf die Blutbühne und RromwelH ^Staatsruder gebracht hat.

Marie von Medici hatte schon durch den holländischen Gesandten ^

UM Erlaubniß zur Rückkehr nach Frankreich anhalten lassen: es erfolgte aberschlägige Antwort, weil, wie es hieß, das Wohl des französischen Staats diese

r^> Vie äe lolepb le LIerc, Lapucin, Oom-nnügire General äe toutes ies Niläons. äkaris 164;. 4 Uiltoire äe 1g Vie äu ?. io-lexb — pgr i'^bbe tiüöar-i. g ?gris 1701.2 Voll. in rr. Ue verltable ?. 1c>5epK, La-xucin, contensut i'lültoire gnecäote äa Lsrä.

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Dies letztere s> ll au» von Rickarv

wie die 1704 gedruckte Repcmle au l.ier^ ^

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