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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
In Teutschland war der Herzog von Weimar seiner Gewohnheit nach
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Richelieu Anfang des Jahrs,
der sirengen Witterung ohngeachtet, zu Felde gegangen/
su ch t Drey- verschiedene kleine Platze in der Franche Conicck eingenommen. Rr/HelreU^.
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reich bewegen wollte, Breysach au Frankreich abzutreten, hatte dem Grafen von
' brianr aufgetragen, ihm dies vorzutragen. Herzog Bernhard behauptete dieseberung gehöre ihm zu, wegen des Vertrags, vermöge dessen ihm der Besitz der ,grafschafc Elsaß nebst allen Rechten, die das Haus Oestreich daran hatte, verspr^worden. Der Kardinal hingegen stellte vor, daß Breysach nicht zu Elsaß gehöre/ ^in dem Vertrag nur von der Landeshoheit, den Einkünften und der GerichtsbarkeitRedesey, daß Frankreich dadurch das Recht, Besatzungen in die Städte zu ^nicht verlohren habe, daß Breysach mit französischem Geld und Volk erobert wockund daß der Herzog die Sache nicht so genau nehmen müsse, da man es auch mit ° ,Anzahl der Truppen, die er vermöge des Vertrags stellen müssen, nicht so gargenommen hatte. Euebriam betrieb die Unterhandlung nach diesen Grundsatzes ^aber bey dem Herzog so wenig würkten, daß er beständig behauptete, Dreyfachihm zu, und daß er den Obersten Erlach nach Hof schickte, um seinen EntsWj,rechtfertigen. Man hatte den schwedischen Gesandten Hugo Gromrs zu Paris ^Verdacht, daß er den Herzog in seinen Gedanken bestärke, und Richelieu bcnAsich sehr, dessen Zurückberufung zu bewürken: allein, Grorrus blieb Gesandter,Ader Herzog von Weimar blieb gleichfalls auf seinem Vorsatz, Breysach für sich s" ^halten, und es den französischen Truppen nicht einzuräumen; ja man vermuthete ^daß er sich mit der verwittweten Landgräsin von Hessen - Cassel vermählen, seineMann mit den hessischen Truppen vereinigen und einen besondern Staat in Teuff^errichten wollte. , ,
Herz. Bernh. Endlich machte der Tod dieses vortrefflichen Helden dem Kummer des l
von Sachsen nals ein Ende. Er starb im Z dsten Jahr seines Alters mitten im Lauf seiner Sicgsi^!I"'"' ^t. er eben eine Brücke über den Rhein schlagen ließ. Die schwarzbraunen Flecken, dAii ^u>. ^ ^Eni sonst so gesunden Körper zeigten, erregten den Verdacht daß er Gift
men habe. Der Herzog glaubte es selbst, und sein Feldprediger trug kein BedeAdies in der hernach gedruckten Trauerrede öffentlich zu melden. Dieser Verdacht ^dadurch bestückt, daß, ohngeachtet die Pest damals in der Gegend, wo sich der HAaufhielt, wütete, dennoch niemand in seinem Hause weder vor noch nach seinem - pidavon angesteckt wurde. Das Gift war so stark, daß die Hand des Wundarzt^bey der Oefnung ein wenig von dem Hirnschädel gestreift wurde, nebst dem ArM s^P ^aufschwoll, so daß der Geschwulst in einen Brand übergieng, woran er am eilftck .x,ge starb. Man glaubte, ein Arzt von. Genf, mit Namen BlandM, habe >h" <>»giftet, und einige beschuldigten den Wiener Hof, andere aber den Kardinal vonc^elieu als Urheber dieser abscheulichen That. Richelieu war wenigstens inhöllischen Kunst geübt, und konnte von dem Tode des Herzogs für seinen HofVortheile erwarten , als der Wiener Hof. Aus diesem Grunde ist es freiließscheinlicher, daß dieser teutsche Held durch die Veranstaltung des Kardinalssey, zumal wenn man aus gleichzeitigen Schriftstellern, besonders aus denschen Briefen, sieht, wieviel Frankreich an der Besitznehmung von Breysachgewesen und was für ausserordentliche Bemühungen der Kardinal angewendet hast,/