Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
355
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. Z55

Niont^ schicken, als bis er seinen Zweck einige Festungen in Savoyen oder Pier r 6z -

auf - chtt ftanzösischen Völkern zu besehen, erlangt hatte. Die Herzogin wollte diesWeise zugeben, bis sie durch die dringende Noth gezwungen war, einen neu-Ny M Frankreich einzugehn, dem zu Folge hauptfichlich Chierasco, Saviglia-Am r Am»le^ g:?^rrnagnola französische Besatzungen bekamen: doch blieben die Oerter mit al-Ersten dem jungen Herzog; sie sollten auch bey erfolgten Frieden an Savoyensür di treten werden, ohne daß Frankreich für die Anlegung neuer Festungswerke,äahlu/ ^"^rhaltung der Bejahungen oder sonst für etwas eine Entschädigung odecBe-behd»n^slangen könnte. Die Herzogin und selbst Frankreich hofften, eö würden diede^^.^uzen, wenn sie sahen, daß ein Theil der Festungen in französische und ein ^

!en^,.c^" spanische Hände käme, ihre^bisherige Gesinnung ändern, und sich

t^!?useine gütliche Art setzen: aber diese Hoffnung schlug fehl. Die Prinzen hat-te s?^ zu weit mit Spanien eingelassen, und eine Menge von Beispielen belehr;6vv ^ ^aß man sich auf Richelieus Verträge nicht verlassen könne. Indessen kamenH o Franzosen unter dem Herzog von Longueville in Savoyen an, mit denen derMal la Valette vor Chivasso gieng, und diesen geringen Platz wieder eroberte.

ob- Inzwischen hatten die Spanier Santia erobert und der Kardinal Moritz imc Theil von Piemont ohne Mühe durch heimliche Verständnisse verschiedene Oerter' doch wurden diese alle, Cuneo ausgenommen, von den Bundsgenossen wiederH s"' 3 n Cuneo hatte sich der Kardinal M-ritz selbst geworfen, worüber sich die5 enen / in deren Augen die Einnahme des Orts nicht fehl schlagen konnte, nichter bad .^ten. Longueville soll an den König von Frankreich geschrieben haben,ke d«" Kardinal so gewiß gefaßt, daß er ihm nicht entrinnen sollte. Man glaub-ttz,der Krieg dadurch auf einmahl geendigt oder doch wenigstens den Spaniern dermtristen werden sollte, unter dem Namen des Kardinals Savoyen und Pierdenn , d>lich zu behandeln. Wider alles Vermuthen schlug die ganze Hoffnung fehl;^ela s P^nz Thomas und Leganez erfuhren, daß sich die Verbundenen mit der^ie von Cuneo beschäftigten, so zogen sie mit vereinten Kräften vor Turin,hiy^j^^en, daß die Besatzung zur Vertheidigung einer so weitläufigen Stadt nichtFei»Mnd war. Zeitig genug meldete der französische Kommandant das Vorhaben derPrin T^m Kardinal la Valette, der aber auch hier. so langsam verfuhr, daß ihmschilt ^§mas zuvorkam. Alles schrie nach französischer Hülfe, lind die Herzoginstm Grafen von piosäfco selbst an den Kardinal, und ließ ihm die inständig-tzchl x stEmgen thun, Turin zu retten: aber la Valette war nicht aus seinemSegrj^ ä" decken. Er blieb zu Carmagnola, in steter Furcht, von den Spaniern an-vichtgöu werden. Der Herzog von Longueville wußte von der ganzen SacheWer^ » also mit der Belagerung von Cuneo fort, bemächtigte sich der Aussen-Sabe ungemein tapferer Gegenwehr, und konnte sich mit Recht die baldige Ueber-Hardi^^stung versprechen. Mitten unter diesen Beschäftigungen meldete ihm derU>y) , ^ la Valerre, daß die spanische Armee im Anmarsch gegen Turin begriffenverleg ^sser Stand wäre, mit seinen wenigen leuten sich gehörig zu vertheidigen , lindder deswegen wenigstens 8oo Reuter. Dieser Umstand hinderte die FortsetzungLagerung; mit dem größten Misvergnügen hob sie Longueville auf, schikte dem

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