Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
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29 . Buch. Ludwig der Dreizehnte. Z57

Festungswerke anzulegen, ohne jedoch die Linie zu überschreiten, die zwischen derSegen der Citadelle gezogen werden sollte; jeder Theil bleibt, ohne FeindseligkeitenNen w/? ^dern auszuüben, in den von ihm besetzten Landschaften; und die Gefange-ne in ausgewechselt. Leganez kam diesesStillstandeö wegen am spanischen Ho-asftn Verdruß, und mußte sich rechtfertigm, bekam aber Befehl, künftig demSen ^ ^homas mit mehr Höflichkeit und Achtung zu begegnen, und in allen wichti-Nnte^ehnl ^avoyen betreffend, nichts ohne dessen Rath und Einwilligung zu

d>ord- Waffenstillstand ward von allen Theilen genehmigt und bekannt gemacht

daß d nicht beobachtet. Es war vielleicht die geringste Uebertretung desselben,

und ^ Kardinal Moritz wahrend desselben durch Unterhandlungen Nizza, Villafrancasackli^ ? geringere Oercer auf seine Seite brachte. Die Herzogin, als eine Haupt-^ichkiessende Person, übertrat nicht weniger diesen Vertrag. Sie ließ die Fe-Bölk den wichtigsten Paß aus Frankreich nach Savoyen, durch französischeEx»? besetzen, und der savoyische Obergerichtshof erklärte die vom Kaiser gefällte"s gegen die Herzogin für nichtig. Prinz Thomas folgte diesem Beyspiel'Jergenchtshof ^ ' .

der

Da

zu Turin mußte eben diesen kaiserlichen Ausspruch genehmigen.

. l'^yoe Ttzeue den Vortrug nicht erfüllten, so enthielten sie sich beyderseits der Vor-?hierüber: vielmehr suchten die Prinzen die damahligen Umstände zu einem Ver-^>ch mit der Herzogin zu benutzen. Sie empfanden gar wohl, daß sie, um die Re-^kschaft der savoyischen Länder zu erlangen, in spanische Sklaverey gerathen waren;, . die Vorschläge, die sie durch ihren Minister, den Grafen Mastern«, der Her-ders waren ziemlich billig. Die Herzogin that Gegenvorschläge, die aber

^ ?^n wurden. Frankreich suchte den Prinzen Thomas durch die ansehnlichstenkete k ^ ftine Seite zuziehen, richtete zwar damahls nichts damit aus, wär-die ^ ^ doch dadurch in der Folge auf das Gemüth des Prinzen. Vermuthlich erfuhrNebst 'k.^gin etwas davon, und ward ausser den bedrängten Umständen, worinn sie sichdeyf^em Sohn befand^ genöthigt, eine Reise nach Grenoble zu thun, um sich mitSanr f k 2 don Frankretch, ihrem Bruder, zu unterreden: aber ihre Hoffnung schlugtz^'Ehl. Richelieu verlangte, daß sie noch Mommelian, den festesten Platz inmit Franzosen müßte besetzen lassen, wenn sich der König ihrer mit Nach-ihrer sollte. Dazu konnte sich Christine nicht entschließen; die ganze Frucht

^eise bestand also aus leeren Versprechen.

kv>M Richelieu hieraus sahe, daß er von der Herzogin weiter nichts erlangenauch ?.' so bemühte er sich von neuem, den Prinzen Thomas zu gewinnen; dieser botder spg Hände dazu: weil er aber Bedenken trug, sich deutlich zu erklären, ob er vonreich Partey abgehn wollte, sondern vielmehr verlangte, daß er zwischen Frank-

Ttiygg ?.^ponien parteylos bleiben dürfte, so zerschlug sich die ganze Unterhandlung,schuldig) v^t auch der Graf Masterari dazu beygetragen zu .haben; wenigstens be-die Hn sein Herr in der Folge, daß er aus Neigung zu dem spanischen Hof ihm^ohl w ' " Erbietungen des Cardinals verschwiegen hätte. Unterdes mag der GrafBetrete': gesehen haben, als der Prinz, der nur aus Verdruß über das spanisched?U ^ ^ rächen wünschte; denn es ist gar nicht wahrscheinlich, daß Richelieu«oh gehabt, dem Prinzen zum Nachtheil der Herzogin zu helfen, weil er von

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