Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

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dieser mehr Vortheile hoffen konnte, als wenn er entweder dem Prinzen die ganze ^gentschaft, oder auch nur die Gemeinschaft derselben mit dessen Schwägerin zugess^det hatte. In beyden Fallen würde sich Thomas wenig Gesehe haben vorschoblassen; und doch würde er damahls auf Frankreichs Seite getreten seyn, weilnez ihm, der Befehle des spanischen Hofs ohngeachtet, in allen Stücken widerstreb^wenn nicht Leganez neue Befehle aus Madrid erhalten hatte, dem Prinzen riachUgeben. Ueberdies trat der spanische Hof, der von Richelieus Kunstgriffen wohl ^»reichtet war, mit ihm in Unterhandlung, ließ ihm eine ansehnliche Summeauszahlen, und zog ihn dadurch von der französischen Partey ab. >

Die französischen Feldherren hatten geglaubt, daß sie durch den Stillst^,keine geringe Vortheile über den Marquis von Leganez erlangt hatten, und dernehmste war ohne Zweifel, daß ihnen dadurch erlaubt war, 600 kranke Soldaten ^Casale zu ziehen und an deren statt eben so viel gesunde hinein zu legen. DliEwar äusserst misvergnügt über diesen Vertragsartikel, weil er nicht ohne Grund gla»^daß S-aniens Macht in Italien nicht hinreichend gesichert wäre, so lange sichin Frankreichs Gewalt befände. Leganez mag auch gleich Anfangs nichtgewesen seyn diesen Artickel zu halten und verzögerte daher dessen Erfüllung unter ^Hand Vorwand; denn er veehofte, daß nach Verlauf des Stillstandes zugleich diese ^stung aus Mangel an Leuten, Lebensmitteln und Kriegsbedürfnissen unumgänglichseine Hände fallen würde. Richelieu merkte diese Absicht zeitig und schikte daher b.Herrn von la Röche an den Marquis mach Mayland, der dann mit ausdrücklich^Worten die Erfüllung jenes klaren Artikels nicht abschlagen konnte, aber sie durch ^flüchte bis zum Ende des Stillstandes zu verschieben suchte. Desto stärker dra^fRöche in ihn. Als er ihm nichts mehr zu antworten wußte, so gab er vor, er k^ohne den Rath der andern Minister in Mayland nichts hierinn thun, berief sie ^würklich nach Voghera; zugleich aber schickte er Reuterey nach Ponte Stura, um ^Einrückung frischer Völker in Casale zu hindern. ' ^

Am r z S-pt« Der unvermuthete Todesfall des Kardinals la Valette änderte die bish^

Der Kar-i- Lage der Sachen *). So lange dieser schläfrige und unentschlossene Mann lebte, dck!,nat v. l« Va- nichts weniger als zu einem Feldherren gebohren war: konnte Leganez durch Geschirrletle stirbt,tzj^eit und Ränke viel ausrichten: nunmehr aber schien das widrige Geschicke der stALa^rcourt jösischen Waffen in Italien aufzuhören. Der König ernennte Heinrichen ^wird an seiner Lothringen , Grafen von Harcourt, mit voller Gewalt zlim Feldherrn in Mst,Stakt Ober- Zur grossen Freude der Armee kam dieser westliche und versuchte General noch vor §befthlshaber gung des Stillstandes in Piemont an. Der pabstliche Bothschafter suchte eine Vcrl^

der stanz. Ar- des Stillstandes zu bewürken; Harcourt schien auch geneigt dazu, aber ^mee Feindseligkeiten desto lebhafter wieder anfangen zu können; und Leganez wEst

die Verlängerung im Ernst, hielt auch Harcourts Aeusserung über diesenunverstellt. Allein, auf einmal ließ dieser alle Völker ans ihren Quartieren allsterund gegen Carmagnola rücken, wo er sich bisher -aufgehalten hatte. Damit ilM " z,der Nuntius nicht zu bittere Vorwürfe wegen seiner Verstellung machen mö<W^

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(*) Sein Bruder, der Herzog von Landale,war zu Anfang des I. i6;y. gestorben, undder andre, Herzog non la Valette, hatte aus

Frankreich fliehen müssen. Welche Nie^^ungsn für den alten Vater, Herzog vonnon!