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der nahe gelegenen Städte ein Officier als Kourier von Paris im Lager an-der nach seinem Vorgeben ihm die gemessensten Befehle vom König mitge-!vll^ baß er den Stillstand nicht verlängern sondern sogleich den Krieg fortsetzenbeurlaubte also den Nuncius, und setzte sich nicht mit seiner Armee, die aussab Mann zu Fuß und 2000 zu Pferd bestand, in Marsch nach Moncalieri. DreEhip' - " Völker unter dem Marquis von la Ville vereinigten sich mit ihm, umte s,^ 1 "^sunehmen, und dadurch Casale desto leichter zu unterstützen. Vergebens hat-^Mnez bemüht, die Eroberung dieser Festung den spanischen Ministern und^ren, die wie vorhin gemeldet worden, zu Voghera versammlet waren, leichtrzustellen; sie brachten so triftige Gegengründe vor, daß er seinen Entwurf aufgebender T Nunmehr gieng er mit der Armee nach Asti, und erfuhr dort den Aufbruchant nach Chieri. Weil nun auf die Erhaltung dieses Platzes damahls alles
jen 7r>, man Casale erobern wollte, so nahm er Abrede deswegen mit dem Prin-
Sen , konnte aber, bey den besten Anstalten, einer kleinen Nachlässigkeit we-
Ben ^rsifcn von Harcourt an der schnellen Eroberung des Platzes nicht hindern.vna ^ war' es hierauf zu einem Treffen gekommen, und das Scharmuziren war schon- fangen, als Harcourt erfuhr, daß ihm Prinz Thomas, in Rücken fallen wol-er zog sich also nüt seinen Leuten in die eroberte Stadt Chieri.
, Dem Marquis von Leganez war es höchst empfindlich, daß er die beste Ge-^Senheit versäumt hatte, den Grafen Harcourt zu schlagen. Er wollte seinen FehlerMessern, und Chieri durch Aushungern wieder einnehmen. Harcourt kam dadurch" grosse Gefahr; um nuu Casale ohne weit aussehende Unternehmungen in den längst-Manschten Vertheidigungsstand zu setzen, so wagte er einen kühnen Streich. Er?Mte den Baron von Lonsales mit 400 Reutern, deren jeder einen Mousquetierria ^ ^ genommen, aus seinem Lager ab. Er selbst zog über die Gebürge bey Cuoco-l Wich sich zwischen Moncalvo und Ponte Stura durch, und kam glücklich nach^>ale. Unterwegs fand er keinen andern Widerstand, als daß einige Kompagnienvaszstt, die zu des Prinzen Thomas Armee gehörten und die der Kardinal Moritzmhrte, ihn angriffen, die aber mir geringer Mühe abgetrieben wurden. Leganezyj?^ber diese Nachricht sehr bestürzt; er hatte sich die Ausführung eines solchen Streichsmöglich gedacht, sondern geglaubt, die Franzosen würden durch jenen Wegdurchgingen können, weil die ganze umliegende Gegend mit seinen VölkernMe w ^ Die Besatzung zu Casale hingegen ward gleichsam von neuem durch^is ?Kstarkung belebt. Der Kommandant schickte von Zeit zu Zeit kleine HaufenLagex^das platte Land beunruhigten und die von Alessandria nach Asti ins spanische»ehende Fuhren angriffen.
Erfüllung dieser Absicht bemühte sich der Marquis von la Ville vor-französische Armee mit dem benöthigten Unterhalt zu versorgen. DieDörfer hatten die nahe gelegenen Mühlen verwüstet, unb der geringe Vorrath in denbMs. " war zu Unterhaltung einiger tausend Menschen für nichts zu rechnen. Diesder nothwendig viele Gefechte, wobey zwar die Franzosen meistens siegten, aberd>ard Chieri und die Armee mit Lebensmitteln zu versehen, nicht ganz erreichtreich ko-^rcourr gerieth darüber in neue und sehr grosse Verlegenheit. Arrs Frank-"Nte er jetzt keine Hülfe erwarten; die teutschen Angelegenheiten und die zu die-ser
29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
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