Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
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z62 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

i6zy da sein ältester Prinz, Herzog von Angmett, die Tochter des Marschals von

die Schwestertochter des Kardinals Richelieu Heurachen sollte, war der Grund ^dieser Ernennung, so wie der andere als ein Günstling des Kardinals diesen VorM §langte. Londe ließ fünf Regimenter Fußvolk und einige Reuterey zur BedeckungBayonne unter dem Grafen von Grammont und Marquis von Sourdis st^Am ir Zun. Erst im Junius rückte er mit seiner ganzen Armee, die man auf 16000 Mann

gegen Salces, ein geringes Schloß, das nach alter Art ziemlich befestigt war. ^Vicomte von Arpajon kommandirte die Belagerung und hatte 8ooo Mann unterDer Marschall von Gchomberg sehte sich gegen die Seite von Perpignan, an^xhalb Meilen von Salces, un, die Belagerung zu decken. Londe befand sich bald .Salces, bald im schombergischen Lager. Der Anfall war für Spanien schreckhaft' ,,unvermuthet, zumahl da Richelieu vorher das Gerücht verbreitet hatte, als wch"^«inen Theil der dort stehenden französischen Armee nach Italien und den andern l" ^Niederlande schicken wollte. Obgleich Salces tapfer vertheidiget ward und erst " »Am 19 Ius. fünf Wochen an die Franzosen übergieng, so konnten doch die Spanier wahrend ^Zeit ihre Anstalten zum Entsatz nicht vollenden. Ein Theil der Besatzung ward nss .gehauen, und der andere gefangen. Londe" legte unter dem Marschall de ^Espenan drey Regimenter hinein, zog die beyden Corps wieder zusammen, und ,berte noch ein geringes Schloß Lanet. An andere Eroberungen war nicht zu iM .er mußte sich wegen überlegener Macht der Spanier nach Languedock ziehn und bAm ro Sept. zu erhalten suchen, welches die Spanier wieder belagerten. Richelieu erM^.,Schombergen eifrigst, nichts in der Welt zu verabsäumen, was zum Entsatz ^Orts dienen könnte. Er hielt sichs für eine Schande, daß dieser Granzplatz, ^Wichtigkeit er ohnehin grösser gemacht hatte, als gegründet war, so bald wieder vel' ßren gehn sollte. Der Herr von Espenan that die tapferste Gegenwehr und fügte ^Spaniern, die auch grossen Mangel an Lebensmitteln litten, grossen Schadendaß die spanischen Feldherren dem Grafen von Olivarez die Aufhebung der Belagsvorschlugen. Zum äussersten Verdruß des Kardinals dachte Olwarez wie er. ^ser Minister hielt die Aufhebung für die gröste Beschimpfung der spanischen Monath ^er fertigte daher den belagernden Feldherren so strenge Befehle zu, als wenn anWiedereroberung das ganze Wohl des spanischen Reichs läge, und gab ihnen §niß, zu Erreichung dieses Zwecks der benachbarten Katalonier nicht zu schonen,ße zur strengsten Arbeit anzuhalten, wodurch denn diese noch schwieriger wurden.tanguedok machte man hingegen alle erdencklichen Anstalten, Salces zu retten. ^,1versäumte kein Mittel, Völker zu werben, und eine beträchtliche Armee insstellen. Aus allem erhellet, daß die beyden Minister, Richelieu, und Olivak^nen grossen Vorzug darein setzten, wer Salces behaupten oder wieder erobernDie Marquis von Ambres, von polignac und von Effiat, die Grafen von ^,i>nsn, von L 77 oailles und von Barraut zogen die Landmilitz in Oberlanguedok "Gil-den angränzenden Provinzen zusammen. Der Marquis von Sourdis und 'fen von Tonnerre führten 4000 Mann zu,Fuß und 1000 zu Pferd aus dervon Bayonne herbey. Selbst die Prälaten in jenen Gegenden warben, um M ^dem Kardinal beliebt zu machen. Der Sammelplatz war bey Narbonne,

Lsnde aufhielt und endlich mit 20000 Mann zu Fuß und 4000 zu Pferd