Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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395
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 355

Miedme'gütliche Versuche zu ihrer Rückkehr machen ließ, Vergebung ihres Auf- 1641suche«. ^

. Der französische Feldherr la Motte faßte mit dem Herrn von Argenjonw den Häuptern der Kacalonier den Entschluß, die im vorigen Jahr von den Spa-^n eroberte Stadt Tarragona wieder einzunehmen. Die unterdes verstärkten Man-und die zu ihnen gestoßenen Katalonier waren zusammen 16000 Mann stark, dreManier hingegen, die den schlecht versorgten Ort entsetzen wollten, mcht gar 10,000Aann. Der Ertzbischof von Lourdeaux war unter Segel gegangen, hatte das^ orgebürge von (Euters besetzt, und die spanische Galeerensiotte genöthigt, den Ha-^tosts zu verlassen. Sourdis war der Meynung, la Morte sollte Collloure,mnach P^-pig„an belagern, und sich dadurch der ganzen Grafschaft Roussillon bemach-Nach dem Ausgang der Entwürfe zu urtheilen, hatte freylich Sourdis bessere^"sichten gehabt, als la Motte. Dieser soll aber bey dieser Gelegenheit seinem Ver-andren, dem Staatssekretär Desnoyers, einem Feind des Ertzbischofs, zu Gefal-gehandelt haben. Sourdis sollte die vorhabende Belagerung der Stadt TarragonaUrch Besetzung des Hafens erleichtern, ob er gleich vorstellte, daß er mir seinen 14 Ga-lten und 16 Schiffen von der Linie nicht im Stande seyn würde, die spanische FlotteVerstärkung des Platzes zu hindern. Er gieng nach Barcelona unter Segel, um Am 27 .Aarz^förderst die in Frankreich zusammengebrachten Lebensmittel dahin zu führen. Unter-wegs stießen ihm fünf spanische Schiffe auf, die mit allerhand Nothdürftigkeiten für^oses, Perpignan und Collioure beladen waren. Das Gefechte war sehr ungleich: den-noch ergaben sich die Spanier erst nach der hartnäckigsten Gegenwehr. Einige französi-sche Schiffe waren so übel zugerichtet, daß der Seepralate, um sie auszubessern, inE" Hafen von Cadaques einlaufen mußte. Hier erfuhr er, daß sich in der Nahe noch ^

^wo Gaieexeli l>esmlwen,dje sür die Sicherheit der Küste wachen sollten. Er schickte daher m - «-»mnf Galeeren gegen sie aus, die sie auch bey Anbruch des folgenden Tags über-,^n nnd sie bald überwältigten. Diese Eroberung von sieben Schiffen war für die^cht zahlreiche französische Flotte sehr wichtig.

^ Die beyderseitigen Feldherren konnten ihren Zweck nicht sogleich erreichen,spanische Konnetabel Eolonua wollte mit Lebensmitteln versehn seyn, und lakonnte nicht eher aus Tarragona los gehen, bis die Flotte in diesen Gegenden"chien. Lolonna wartete vergebens, aber la Motte erfuhr zu seinem grösten Ver-fugen, daß Sourdis mit 18 Galeeren und 2 z Kriegsschiffen sich aus der Höhe von Am 4 May.»^chgona befand. La Motte rückte hierauf mit seiner Armee gegen Salo und Con-g^wino, und weil Cslonna diese beyden Platze nicht weiter unterstützen konnte, so er-deri^ sich- Es schien ihn also nichts mehr von der vorgesetzten Belagerung abzuhalten: Am 14 May.tcib^s^) siMÜgte er sich blos mir der Einschließung und schnitt zugleich dem Könnet«- ,bes 3 ufuhr ab. Der Minister Glivarez fieng nun an, thätiger zu werden, undle« ^m aus Italien gekommenen Marquis von Legaiiez, eine Armee zu versamm-wklk zog die besten Regimenter aus dem Innern des Landes, und Leganez

sein ^ durch einen Kourier dem Konnetabel, daß er höchstens am i sten Julüis nute Armee ihn entsetzen würde und er daher an diesem Tag ebenfalls auf die Hranzo-Ken , gehen möchte, damit man sie zwischen zwey Feuer brächte. Diesen Könner^ M-ppx aus, und schrieb deswegen lim schleunige Verstärkung nach Barcelona.

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