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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
durch
Legattez erfuhr, daß sein Anschlag entdeckt wäre, und weil der Paß Balaguer, dm lden man dem Konnetabel zu Hülfe kommen mußte, von den Franzosen stark besetzt w?'so unterblieb die ganze Unternehmung. Bey der französischen Armee sowohl als bey ^spanischen, wütete der Hunger mit allen seinen Gefährten. (Dlivarez konnte TarraS'na ohnmöglich verlohren gehn lasten; er befahl daher alle Galeerenflotten des span-DReichs zu versammle«, und mit ihnen unter Anführung des Marquis von Villau??'ca Tarragona zu entsetzen. Sie war ein und vierzig Galeeren stark, und erschien ?,vierten Julius bey Anbruch des Tags im Gesicht der belagerten Stadt. Der Eschof von Bourdecmx hatte die ganze Nacht durch sich in Schlachtordnung gest^weil er von der Annäherung der Spanier Nachricht bekommen, die sich eingebildet h?^ten, die französische Flotte unbereitet zu überfallen. Vrllafranca machte seinestalten so, daß man einen glücklichen Ausgang hoffen konnte: ehe man sichs aber verWso waren seine Geschwader in völliger Unordnung, und machten den Franzosen denleicht. Acht mit Lebensmitteln beladene Galeeren kamen zwar unter dem schrecklich?^Feuer der französischen Flotte in dem Hafen von Tarragona an, aber die meistengen wurden sehr übel zugerichtet, verschiedene in Grund geschossen, und drey verliestsich, indem sie sich retten wollten, in den Hafen. Die französische Flotte hatte a°auch nicht wenig gelitten, doch schoß sie in der Nacht noch die in den Hafen eingela?^nen Galeeren fast alle in Trümmern, so daß die Spanier von den darauf geladene?'bensmitteln nur sehr wenig bekamen. Sourdis suchte den Marquis von Vrllafr??^zu Tamarit auf, der sich aber von da in die Häfen von Majorca zog, wo er seinefe in Sicherheit ausbessern konnte. Der Konnetabel und die Besatzung von Tarrag^befanden sich in den trübseligsten Umständen : dennoch wollte er lieber mit seinen LEumkommen, als sich 'ergeben. Der spanische Hof strengte gleichsam seine letzten Kr§?an, um diese braven Vertheidiger des Vaterlandes zu retten. In alle Häfen desREergiengen die schärfsten Befehle, nicht nur alle Galeeren, Gallionen und selbst die wnen Fahrzeuge in der möglichsten Eile zu versammlen, sondern auch aus allen OsiLebensmittel und Kriegsbedürfnisse zusammen zu bringen. Unterdes starben Spa>? ,Katalonier und Franzosen in und vor Tarragona in Menge, und die übrigen litten ^schrecklichsten Hunger. Selbst der Konnetabel ward krank: aber so gar in diese«? Astände wußte er die niedergeschlagenen Soldaten und Bürger zu ermuntern und z?
Am -o Aug. sten. Die sehnlich erwartete neue Flotte erschien endlich auf der Höhe von Tarrag^st,und bestand aus zü Kriegsschiffen und 29 Galeeren nebst 18 bis 20 mit allerhand ^dürfnissen beladenen Brigantinen und Barken. Den Wind hatten die Spanier a?> §rer Seite; Sourdis ließ daher geschwind die Anker lichten, und suchte den Vortheil ^Windes zu gewinnen. Auf diese Art gab er nicht nur den mit Bedürfnissen belade? ^Schiffen dle schönste Gelegenheit, in den Hafen einzulaufen, sondern es konnte?? ^die darinn bisher eingeschlossene Galeeren, die wieder in guten Stand waren gesetztden, die spanische Flotte verstärken. Der Erßbischof ward seines Fehlers gewahr/ließ einige Galeeren gegen die beladene Fahrzeuge anrücken: allein, ein Geschwaderden spanischen und neapolitanischen Galeeren kam ihren Schiffen zu Hülfe,stand ein Gefecht, welches vier Stunden lang währte, bis die anbrechende Nechtselben ein Ende machte. Die französische Flotte zog sich in guter Ordnung zurück/ ^Sourdis versichert in seinem Bericht, daß ihn am andern Tage nur die Windl^ ^