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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
1641 kam der Marschall von Breze" aus den Niederlanden in Roussillon an und
überstan-
den Oberbefehl der dortigen Truppen. Von Elna begab er sich nach Junquera m -lonien, wohin er die Abgeordneten von Barcelona und dem ganzen Lande berufen haund wo sie ihn als Statthalter des Königs von Frankreich nach der katalonischest .wohnheit erkennen mußten. Nach kurzem Aufenthalt reiste er zurück nach Elna, ^wollte Collioure belagern, fand aber den Ort zu stark für seine Kräfte. Und auf ^Art sahen sich die Katalonier und Franzosen in ihren grossen Entwürfen, den Sp^ganz Katalonien und Roussillon zu entreißen, sehr betrogen c). , ^
Bey der bisher erzählten hartnäckigen und blutigen Fortsehung des Kriegs alstft.ten doch auch die streitenden Machte Begierde nach Frieden. Die drey Bevollm^ten des Kaisers, des Königs von Frankreich und des Königs von Schweden,
KF
Friedmsmuterhmidlun-gen zu Hanubürg.
Am rr Dec.
Verbindungdes Hrn. vonCingmars u.derHerzvge v.OrleanS undVouillsn ge-gen Richelieu.
rad von Lüyau, Graf von Avaux und Salvius arbeiteten schon seit gerast', jZeit zu Hamburg an einem Vertrag, durch den die vorläufigen Bedingnifse des Fr's^bestimmt werden sollten. Nach vielen Schwierigkeiten, unter denen bey naheden schwedischen Gesandten zu einem einseitigen Frieden beredet hatte, unterzeichn^sie einen Vergleich, vermöge besten zween Monate hernach die Gelcitsbriefe fä^Friedensgesandten zu Hamburg ausgewechselt, die Konferenzen am -zsten Mali ^folgenden Jahrs anfangen, und Frankreich zu Münster, Schweden aber zubrück, die Unterhandlungen also führen sollten, daß die an beyden Orten zu schlich,Vertrage nur als einer anzusehn waren. Allein, dieser Vertrag wurde nie vollst^Richelieu wollte durchaus Krieg haben, und Graf Avaux hatte geheime Befehle, ^Friedensschluß durch alle nur mögliche Ausflüchte zu verzögern. Dem Hause Oeff^war es auch kein völliger Ernst; Lüyau fiel sogar wegen der Unterzeichnung ^Vertrags in' Ungnade. Es schien, als wenn man die bedrängten Nationen nur ^leere Hoffnungen blenden wollte d). ^
Richelieu s Sorgen für die Staatsangelegenheiten wurden sehr oft duw' ^Furcht gestöhrt, die der königliche Günstling Linstmars in ihm nicht ohne Gru"^>weckte. Als der König von Mezieres nach Paris zurückgekommen war, merktebald, daß endlich der Ehrgeitz den Geschmack an Zerstreuungen und Lustbarkeitestbesten Herzen verdrängt habe. Er wurde nunmehr geschäftiger und blieb mehr ">st ^Person des Königs, suchte ihm zu gefallen, und gewann dadurch über dessen GeistsGewalt, für der der Kardinal sich zu fürchten anfieng. In der That strengte ^mars alle Kräfte an, den König von einem gebieterischen Minister zu befrcyen, den ü,wie er sagte, in einer Art von Sklaverey hielte, und ihm nichts als den köni§st ^Titel liesse. Bey jeder Gelegenheit suchte er dessen Betragen durchzuziehnFehler der Staatsverwaltung zu rügen, vornehmlich seine Hartnäckigkeit, einen ^fortzusetzen, der ihm den Fluch des Volkes zuzöge. Ludervig pflichtete allen'
c) Mmoire8 's. r. y. 65; lgg. 672
sgg. 682 lgg- kliü. s. s. p. ;oz üjg.
1°. 1. y.418-42;. L'rr-2. U. ro-Y-447 lg. TLcar--. Tl).
4. S.46; u.ff. contin. 's. z. p. 918-
922. IVlercurio 1 . 1. 1 >. 1. p. no Ü2. y. 2 8/sgg. 4Z4 lgg. 469 lgg. ü» g-to-.'r 1^.6 . ?. 1. p. 197- 200. Vergüte 1.10. ?.
2. U.48. p. 122-1;2. Griffet Th- ^ 4 ' .chu. ff. BertramB. 12.S.46;-471-47^ Ed) Th. 4. S.
's. 6. p. 1. y. 2z 1 sc>. Vergl. 7e < ^
10. ?. 2. p. 117 sgg. Griffet Th-i 4 - Ah?Schlegel Th. 8. S. 849 u. f.
B, 6 . S. 449 u. ff.