424 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
1642 im Felde bestehen. Er verlohr Nizza della Paglia und Acqui, und seine Truppe« ^den in einigen Gefechten geschlagen. Die vereinigte Armee, i zooo Mann stark/ ",nun ins Maylandische ein und belagerte Tortona; die Stadt ergab sich bald, aber vSchloß wehrte sich besser. Wahrend der Belagerung desselben sollte der Marquis "Villa Serravalle erobern, welcher Okt sehr beträchtlich ist, indem den Franzosendurch der Weg nach Genua eröffnet und dem Mayländischen alle Hülfe von derbesabgeschnitten werden konnte: als aber Siruela Anstalten zum Entsatz machte, muste^"^.auf Befehl des Herzogs von Longueville und des Prinzen Thomas die Belages"aufheben. Siruela suchte hierauf den Bundsgenossen die Lebensrnittel abzrffchnE.,um sie dadurch und durch Eroberung einiger benachbarten Plätze zur Aufhebung der-^lagerung des Schlosses zu Tortona zu bewegen, Nun erreichte er zwar seinen Z*"nicht: aber die Besatzung des Schlosses fuhr in ihrer muthigen Gegenwehr fort.
Wahrend dieser Belagerung ließ die Herzogin Regentin durch die noch ^ -gen savoyischen Truppen unter dem Marquis von pianezza die Stadt und dasS^Am 24 Skt. Vema erobern und mit ihren Truppen besetzen. Der französische Gesandte zu D"war hierüber sehr unzufrieden, und verlangte, daß Verua von Franzosen müsse bs! swerden, weil französische Truppen einigen Antheil an der Eroberung gehabt hatten-"diese Art entwickelte sich die wahre Ursache der französischen Hülfe für das Haus ^voyen ganz deutlich. Die daraus entstandene Uneinigkeit war den Spaniern voEhaft. Man halte zu Turin beschlossen, Vercelli zu belagern; der Befehlshaber zu ^sale sollte die eine Seite der Festung, die von der geringen Besatznng ihrer WeitlEkeit wegen gar nicht vertheidigt werden konnte, unvcrmuthet angreifen, und der ^quis von pianezza die andere. Allem Ansetzn nach würde das Vorhaben gelu"^.seyn: es unterblieb aber, weil die Herzogin Regentin sich widersetzte, Vercelli nach
schehener Eroberung mit französischen Völkern besetzen zu lassen. Man wollte n»u>^
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statt dessen Santia übersteigen, ward aber zurückgeschlagen; und die dazu gebrcM.,Truppen zogen sich hierauf zur Armee vor Tortona. Die beyden Feldherren LoEsville und Prinz Thomas misbilligten das Betragen des französischen Gesandten ^sehr; sie hatten gern gesehen, wenn Vercelli ware-erobert worden; ward die Stadterstiegen, so hatten sie einen guten Vorwand, die Belagerung des Schlosses Tack .,aufzuheben, um das Schloß bey Vercelli erobern zu helfen. Gieng die Sache stdaß man sich auch des Schlosses bemächtigte, so konnten sie mit Ehren den Felds"§/schliessen. Die Tapferkeit der Besatzung, der Mangel an Lebensmitteln und die bel^-liche Witterung im November hatten die Aufhebung der Belagerung gewiß bald " ^wendig gemacht, wenn nicht ein Thurm und das daran stoßende Gemäuer desses durch das Schiessen eingestürzt wäre, und nicht nur das Gebäude, worin ^bensmittel der Besatzung lagen, bedeckt und zu Grunde gerichtet, sondern auch.^Fden Schutt auf den Platz, wo man die Erde zu den Verschanzungen lind neuenhernahm, zu kommen gehindert hatte. Da sich aber der Kommandant Galcstd'^Am -6 No». ne Lebensmittel lind ohne diese Erde sah, so ergab er sich, unter der Bedingung
freyen und ehrenvollen Abzugs. L.ongrrevllle legte 2500 Mann zur Best§"^i>Tortona. Die übrigen Truppen hatten ein trauriges Geschick; ein Theil war sch^glder Belagerung umgekommen: der übrige Theil sollte jetzt in die Winterquartiere " 4'werden. Als sie aber auf dem Marsch waren, so entstand das Gerüchte- e