Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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545
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zo. Buch. Ludwig der Vierzehnte.

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A Intendanten und des Särintendarrten Nikolaus Fouquet» dieser stammte von r 6^guten aber nicht reichen Familie in Bretagne her, war ein gelehrter Mann, der, Von Nikol.altete seit >650 das Amt eines Generalprokurators bey dem Pariser Parlament, ""d »°nquet,^ar nach dem Absterben des Marquis von VreuviUe durch Mazarim Oberaufseher^ Finanzen geworden. Diese neue Stelle erweckte in ihm Gesinnungen, die von sei« '

bisherigen ganz verschieden waren. Ueppigkeit und Verschwendung sind schwerlichdn einem seiner Vorgänger so weit getrieben worden. Seine Tafel, sein Hausgerä-seine neuen Gebäude, seine Buhlerinnen kosteten unermaßliche Summen. Aus^ einziges Gebäude zu Vaux hatte er fünfzehn Millionen iivres gewendet. An Gna-dengeldern, die er jedermann ohne Unterschied zuwarf, ließ er jährlich an vier MillionAn aufgehn, in Hoffnung, sich dadurch Anhänger zu erwerben, die ihm bey einerVeränderung seines Glücks beystehn möchten. Belle-Jsle hatte er von dem HauseAtz gekauft und befestigen lassen, um daselbst im nöthigen Fall eine Zuflucht zu haben.

Mazarim wüste dies alles, stellte es aber allem Ansetzn nach deswegen nicht ab, weilselbst weit schlimmer mit den öffentlichen Einkünften umgieng, weit er ReichthümerMthürmte, welches Fouquer Nicht that, und weil er diesen Mann zur Sättigunglchies GciHes nöthig harte. Aber auf seinem Todbette unterließ er nicht, dem KönigZillen sehr Übeln Begriff von Fouqueten beyzubringen. Ludwig wollte sich selbstUM den Zustand der Finanzen erkundigen, und verlangte von Fouquecen BelehrungÜber diesen Punkt. In dem darauf erhaltenen Berichte von der Ausgabe und Einnah-me des <L>taatö fand Lolbert so viele Unrichtigkeiten , daß der König von der Wahr-heit dessen, was ihm Mazarim gesagt hatte, überzeugt wurde. Colbert wurde w Colberr wir»den Finanzrath aufgenommen, um Houqucts Betragen noch genauer zu untersuchen; wdmFinsnz-

der Fall dieses Mannes wurde beschlossen, doch aber noch um einige Monate aufge-^th aufge-schoben. nomwkn>

Man errichtete auch einen Gewissensrath, der die Pfründen vergeben sollte, Gewissenö-vnd der aus dem Erzbischof von Toulouse Peter von Marca dem Bischof von Rodez räch.Aarduin von perestxe, dem P. Annat, einem Jesuiten, und dem Bischof vonFennes, la Motte Houdancourt, dem Großalmosenier der Königin Mutter, be-stand n).

Indem diese Veränderungen am Hofe vorgiengen, kam die Vermählung der VermählungMische« Prmzeßin Henrierre, einer Schwester Rarls des Zwecken, mit dem Herzog«herzog von Anjou, des Königs Bruder, zu Stande. Diese Vermählung verursachteAsse Zwietracht in der königlichen Familie. Die junge Königin besaß nicht diejenige PrinzessinAttilchkkic und Lebhaftigkeit, die Ludwigs Herz hätte rühren können. Er hegte viele Henriem, inHochachtung gegen sie, aber noch weit mehr Gleichgültigkeit. Hingegen gefiel ihm der Um- dir sich derKL-Mit der neuen Herzogin von Anjou viel besser, welcher bey ihrem Gemahl die Zeit "'3 verkett,st lang wurde, als dem König bey der Königin. Beyde entdeckten einander ihrenWiderwillen, und besuchten sich öfters. Es entstand ein zärtlicher Briefwechsel; die

Hof-

d Die von andern schon gebrauchten, aber von p. r; 9 1g. Vergl. 1 '. ; - ?aA- r <44-

Verfasser dieser Geschichte nicht gesehenen Griffet Th. , 5 - S. 66 »-f. z. x.

^ «le chtorreMe r 6 z - 274. SU-legel Th- 9 . S. r?) U. ff.

^,k>- l/z. ssiq. ^imor- er -ie ^ 4-

E8W.H.Z9.TH. N.H-2'.TH.

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