z O. Buch. Ludwig der Vierzehnte.
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"üs welche Art es wolle, besässe; ferner Delfzyl mit zwanzig der ansehnlichsten Kirchspiele; die 167,Grafschaft und Stadt Moers für den Kurfürsten von Röl», mit der Bedingung, daß der Prinz 'Graulen, dem eS zugehörte, dafür von dem Staat schadlos gehalten würde; weiter die Ober-'rrrschaft über die Städre Groll, Breevoort, Ligtenvorde und Borkelo, und endlich alles, was^wichen dem Rhein und Leck und den spanischen Niederlanden läge. Ucberdies verlangte der König^ Freyheit für seine Unterthanen, ohne Durchsuchung oder Bezahlung einiger Abgaben hin imdM zu reisen; die Einziehung der neuen znm Nachtheil der Franzosen wegen des Handels gemachten^erordnungcn, und die Begünstigung des Handels dieser Nation überhaupt; ferner, die Lffentli.-we Uebung des katholischen Gottesdienstes, so daß man den Katholiken in allen Städten, wo mehr,
"weine Kirche, wäre, eine besondere Kirche einräumen, und in den Städten und Dörfern, wo'wr eine wäre, die Freyheit, eine zu bauen, geben, wie auch die Geistliche» aus den Kirchcngütern"Verhalten und die Katholiken auch in den Stadtrath und in öffentlichen Aemtern lassen sollte; weh^uoch rg. Millionen Livres für die Kriegskosten; und endlich eine jährliche ausserordentliche Gs-"Udtschaft oder öffentliches Gehör, um dem König zu danken, daß er dem Staat daS Land zum^eytenmal wiedergegeben hätte, wobey ihm eine Gedächtnißmünze, fünf bis sechs Pistolen werth,überreiche werden sollte, worauf die Ursache dieser Danksagung enthalten wäre.
Auf diese unerhörte Zumuthung beschlossen die Gcneralstaatcn, lieber das Acusserste zu Die Ver.Ri«-wagen. Frankreich milderte zwar noch einige Punkte: es bedeutete aber so wenig, daß ste den berl. beschlies--?ollä,idern noch eben so unerträglich schienen, und daß sie lieber ihre europäischen Befitzthümer um ^ Acimcr den Wellen des Meers vergraben und ihre Republik nach Indien versetze», als eine» so schimpf ^ umstände'wen Frieden eingehen wollten. Es vereinigten sich auch verschiedene wichtige Umstände zu ihrer werden ihnenp ttlmg. b» eben der Zeit, da die Provinz Holland von den Franzosen mit einem Einfall von der günstig-^widsefte bedroht wurde, rüsteten sich auch die Engländer zu einer Landung in dem Tcxel: allein,
"u dem Tage, der bestimmt war, durch Hülfe der Fluch in kleinen Fahrzeugen zu landen, daureteUngewöhnlich die Ebbe statt sechs, fast zwölf Stunden lang; und darauf folgte ein heftigerder die feindlichen Flotten in die See trieb, wodurch der Admiral Ruyter Zeit gewann,
!>ch den Küsten zn nähern und sie vor neuen Anfällen zu decken. Bald hernach hatten die Engländer^"Anschlag auf die damals fast ganz wehrlose Stadt Helvoetsluys gemacht: aber der Herzog von^tikmgham, der dem Grafen von Gssory die Ehre dieser Unternehmung misgvnnte, wüste siej^Uem König zu widerratheu; und Holland wurde durch diese Eifersucht gesichert. Die von den«taiizosci, begangenen Fehler, besonders der Mangel an Geschwindigkeit und den unterlassenen Ueber.'
'°,ll der Hauptstadt, haben wir schon berührt. Ferner sehten sie durch ihre übertriebene Forderungen"'cht allein die Holländer in Verzweiflung, sondern auch ganz Europa in Unruhe. Nicht allein derKurfürst von Branvcnburg, mit dem die Republik im Bündniß staub; nicht allein Spanien, wel-kes befürchten mußte, daß der Verlust der übrigen spanischen Niederlande eine Folge von Ludwigs^"'iegsglück seyn dürfte, wurden dadurch ermuntert, alle ihre Kräfte zur Vertheidigung dieses StaatS"."szubicten; sondern auch der Kaiser und die teutschen Fürsten musten über den Fortgang der framÄschen Waffen argwöhnisch werden. Der Kaiser schloß ein Bündniß mit den Gcneralstaatcn, undL°Ng, so wie der Kurfürst von Brandenburg, an, sehr stark zu werben, so daß ihre vereinigt»
^rmee schon im September marschiren konnte.
Anstatt mit Erobern zu eilen, hinderte es Ludwig durch die starken Besatzungen, die eralle eroberte Plätze legte. Als hernach der Kurfürst von Brandenburg anrückte, schickte er ihmMarschall von Tk,renne nach Teutschland entgegen, und verringerte vollends dadurch seine Ar-so sehr, daß er ausser der Belagerung von Niemägen nichts Grosses unternehmen konnte. Za,
. Mich PMz von Gramen nur acht tausend Mann hatte, mit denen der Paß bey Wörden ver-wurde; so versuchte man nicht einmal ihn dort wegzutreiben. Türenne und Londe' hattench gerathen, alle Kriegsgefangene zu behalten, sie nach Languedok zu schicken und dort am Kanal. Veiten zu lassen: allein, die gegenseitige Meynung des Staatssekretärs Louvois behielt wiederden gründlichen Rath erfahrner Feldherren die Oberhand. Daher kam es, daß die schwache, Mee der Stände durch die Wegnahme ihrer Städte verstärkt, die französische Armee aber durch' ,.^iele Besatzungen geschwächt wurde. Luvwig kehrte auch zu bald und zur Unzeit nach Paris zur"E, entweder um die Uneinigkeiten seiner Maitressen beyzulegen, oder weil ihm die Kriegsgefahrdas kriegerisch? Getümmel nicht behagte, «der weil ihn die ungeduldige Begierde, die Schmci-
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