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zo. Buch. Ludwig der Vierzehnte.
1675
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Genugthuung erlangt hatte. Es drung auch nebst Schweden sehr auf einen Stillstanddessen Gegner nicht bewilligen wollten i). „
Neuer Feldzug. Diese Gesinnungen hielten die Eröffnung des Feldzugs auf. Ludwig begab sich Mst ^
chm May- Armee, deren Anführung er dem Prinzen von Londe'anvertrauet hatte. Zwo kleinere Armeestanden unter Lrequi und Hümieres. Schon in: März hatte sich der Graf von Estraden, °bald darauf Marschall von Frankreich wurde, des Schlosses zu Lüttich bemächtigt. Lregui erobckgegen das Ende des Mays Dinant, und wenige Tage darauf der Marquis von Rochcfort HEEin Theil der Armee des Prinzen -von Londe' unter Anführung seines Sohns, des Herzogs ^Am -i. Zu». Angmen, belagerte unterdes Limburg und eroberte es, ehe der Prinz von Oranien zum Entsatz Ebeykommen konnte. Die Prinzen von Lande' und Gramen beobachteten hierauf einander, vet"»'den grosse Feldschlachten und suchten einander von Eroberungen abzuhalten. Doch glückte es dem "z i. Aug. kern, Binch einzunehmen. Er ließ die Festungswerke schleifen, konnte aber nicht hindern, daßFranzosen den Ort wieder besetzten und befestigten. Eben diese thaten auch zween Einfälle in ^Landschaft Waas und machten grosse Beute. Im September besetzten die Holländer Hassest "Stifte Lüttich, worauf beyde Theile in die Winterquartiere gierigen k). ^
Zn Teutschland bceifcrten sich Türenne und Momccuculi, der die Stelle des Herssstvon Bournonrulle eingenommen, um die Wette, einander zu übertreffen und Meisterstücke ÜE,Kriegskunde abzulegen. Türenne hätte sich ,zwar gern zur Ruhe begeben: aber der König ließnicht zu, sondern schickte ihn im May wieder nach Elsaß, um sich den Unternehmungen des Grast"von Montccnculi zu widersetzen, der Philippsburg zu belagern drohte, von wo aus die Franzost"die Pfalz nebst den angränzendcn Gegenden verheerten. Weil Türenne merkte, daß es den FeiE.mit dieser Belagerung ein Ernst sey, so lagerte er sich in der Gegend von Straßburg, um dmStadt parteylos zu erhalten und den Teutschen das Eindringen in Elsaß zu verwehren. Endlich EMaßten ihn ihre Bewegungen, über den Rhein zu gehen, nachdem er zuvor alle Hülfsmittel, welEdie Kriegskunst bey der Wahl eitles Lagers, und bey Märschen und Gegenmärschen an die Handben kann, erschöpft hatte. Er verschanzte sich an dem Ufer des Rheins, theils um die Bewegung"des Grafen von Momecuculi zu beobachten, theils um ihm die Zufuhr abzuschneiden. BeydeHerren sehten einander Geduld, List und Wachsamkeit entgegen. Endlich glaubte Türenne den ss,Türenne wicdZonblick erreich! zu haben, da er seinen Gegner mit Vortheil angreifen könnte: als er aber von cE
Am 7. Ju».
erschossen am Anhöhe chey Sasbach das Lager der Teutschen genauer beobachtet hatte, und dem rechten >- ^-7. Iul- schon in Schlachtordnung stehenden Armee zuritt, ward er durch die Kugel eines Feldstücks an ^linke Seite getroffen und so gequetscht, daß er augenblicklich erstickte. Eben diese Kugel, die Efranzösischen Helden tödtete, riß auch dem Gencrallieutenant von der 'Artillerie, Marquis von^'-Hllaire, den linken Arm weg, der bey dieser Gelegenheit eine Liebe für das gemeine Beste anTag legte , die eines freyen Römers würdig gewesen wäre. Denn als sein Sohn, mit Thränestden Augen, auf seinen verwundeten Vater zusprang, rief dieser aus: Nicht mich, mein SoEsondern diesen grossen Mann muß man beweinen; Ihr werdet allem Ansehn nach EU,Vater verlichren r aber Euer Vaterland und Ihr werdet keinen solchen General wieder stden können. Nach diesen Worten fieng er an zu weinen, und setzte hinzu: Unglückliche 2 lcst'^wie wird es dir gehen! Auf einmal aber faßte er sich wieder, und sagte zu seinem Sohn: ^7 ^fort, und laßt mich hier! Gort wird es mit mir nach seinem LVillen machen; setzt st- ^wieder ;u Pferd; ich befehle es Euch; man darf setzt keinen Augenblick versäumen;thut Eure Schrrlvigkeit; ick wünsche nur noch so lange ;u leben, bis ich hören kann, E,Ihr derselben nachgekommen seyd. — Türenne, von jedermann, selbst vom König Ludwig,^weint, wurde hernach in die Kirche zu St. Dmis an die Seite der Könige von Frankreich be<M .und ihm ein prächtiges Denkmal errichtet. Mit ihm erstarb auch der Entwurf zu der vorgehst^Schlacht; seine Gencrallieutenante, die Herren von Lorges undVaubrün wußten daher nicht, >sie thun oder lassen sollten. Der eine wollte schlagen, der andre nicht; und endlich beschloss"^
j) I-Iistoice -les nexoti-ttions sie I-, pglx de Kinw-zue, psr Is 8r. OriTr'cr ( 6en»Ibomm- du Lomced'iLvaux) Huruciem-: ediycm (- In H-iye 1716. iz.)
xax. I iqq. Th- H- S- 809. Pergl.
c 1?. 4 . p-l tqg. k. 4- P 3 g. zqI squ.
Schlegel Th. 9. S- 457 u. ff.
k ) Tktcvro» de t 7 o»d? 1.2. p-P. ;;4 thq. de I. . ^
Dergl. Mir-Mier- k. 4. p. 8- tgll- SchlegelS- 460 u- f.
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