Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
691
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zo. Buch. Ludwig der Vierzehnte. 691

das Dorf Blindheim,, und der linke durch das Dorf Lühingen gedeckt. Die BimbSgenossen hinge- 1704gen standen minder Vortheilhaft, und liefen Gefahr, daß ihnen die Zufuhr würde abgeschnitten wer,den, weil Visierst Befehl hatte, ins Würtembergische einzufallen, und den Bundsgenossen die Ge-meinschaft mit den, Rhein abzuschneiden. Marlbsrough beschloß daher ein Treffen zu wagen, wo-zu der i z te August bestimmt ward. Am Morgen dieses Tags rückte die ganze Armee gegen die Am r;. AuzFranzosen lind Bayern an, die um neun Uhr zu feuern anfieng, welches'auf gleiche Art beantwor-tet ward. Ein kleiner Fluß, der die bei,den Heere trennte, ward auf Marlboroughs Befehldurch Faschinen watbar gemacht, und »m ein Uhr kam man erst recht an einander. Das Gefechtwar lange zweifelhaft; endlich ward die französische Nettterey in Unordnung gebracht, und auf ei-ner Brücke über die Donau zu fliehen genöthigct. Tallard ward mitten unter den Fliehenden vondem hessischen Obersten von Bsineburg gefangen genommen. Aber an einem ander» Ort gieriges den Bundsgenosscn Anfangs sehr übel. Der Prinz von Holstein-Beck war schwer verwundet»nid gefangen worden: aber Marlbsrough begab sich selbst mit einigen frischen Truppen dahin, undbrachte den Feind zum Weichen. Eugen hatte lange mit zweifelhaftem Glück gegen den Kurfür-sten von B.r/cri! und den Grafen von Marsin gefochten, trieb sie aber auch endlich in die Flucht,wozu die brandenburgische Infanterie durch ihr standhaftes Feuer nicht wenig beytrug. Die BundS-genvssen waren nun Meister vom Schlachtfelds, zwischen dem feindlichen rechten Flügel und demDorfe Dlindheim, in welches Tallarv -7 Bataillons von der besten Znsanterie und zwölf Eska-dronen Dragoner gelegt und sich eben dadurch zu sehr geschwächt hatte. Diese Truppen hakten „ochviel Widerstand thun und dem fliehenden Grafen von Marsin Zeit zur Erholung und zur Erneue-rung des Gefechts geben können: aber kaum waren sie von den Bundsgenossen aufgefordert worden,sich gefangen zu geben, so thaten sie es auch, welches der Feigheit ihrer Anführer, besonders desHerrn von Blansac, beygemessen ward. Hiermit endigte sich dieses blutige Treffen, das den

BundSgenosscn viel Volk gekostet, aber die französisch-bayrische Armee, welche, so wie die gegen-seitige über fnnfzigtaustnd Man» stark gewesen, ganz zu Grunde gerichtet hatte. Die Bundsgernossen nahmen über funfzehnrauscnd gefangen, worunter zwölf hundert Oberofficere waren, und dieTodten und Verwundeten ihrer Feinde wurden auf zwcmzigtausend gerechnet, ausser denen, die aufder Flucht in dcr Donau ertrunken waren. Das Lager und das Gepäcke, 117 Kanonen, 17aStandarten, 1:9 Fahnen, 17 Paar Paickcn giengen verlohren. Der Sieg der Verbundenen unddie Niederlage der Franzosen und Bayern war vollkommen. Das Glück der Negierung^Ludwigsves Vierzehnten schien hiermit seine Endschaft erreicht zu haben. Daß der König dieses Unglückwahrhaftig empfunden, erhellet daraus, daß er kläglich ausgerufen: Fnnfzehncausenv Franzofengefangen, ohne einen Schuß zu thun! Er meynte damit den in Dlindheim gelegenen Haufen.

Tr fühlte also das Unglück (*): aber er suchte die Quellen desselben nicht auf, noch viel weniger siezu verstopfen. Der untüchtige Lhamillarv blieb Kriegsminister; die uncrfahrnen »nd seichten Visie-rs!', Marsin, Tesse', la Fcuisiave und andre ähnliche fuhren fort, die Armeen zu kommandiren.

Dcr Verlust aller Platze, welche die Franzosen und Bayern bis an den Rhein besetzt hat-ten, und des ganzen Kurfürstcnthums Bayern folgte auf die Niederlage bey Höchstädt. Das ganzeKriegsherr der Vimdsgcnossen folgte den dem Rhein zufliehenden Franzosen: statt aber ihnen nochweiter zu folgen und mit ihnen in Frankreich einzudringen, unternahmen sie die langwierige Bela- Am n Sepk.gerung dcr Stadt Landcm, deren Befehlshaber der Generallieutcnam von Laubame war. DerMarkgraf von Baven regierte dies Geschäft, bey dem sich auch der römische König Joseph befand,und Eugen und Marlbsrough sehten sich bey Krvnweissenburg, um die Belagerung zu bedecken.

Der Marschall von Visierst war ein müffigcr Zuschauer dieser Unternehmung; der Platz mnste sich

daher nach der hartnäckigsten Gegenwehr ergeben. Wahrend dieser Belagerung wurde auch Trier, Am rz> No».

Saarburg' und Trarbach von den Bundsgenoffen erobert f).

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^ ls) Madame Mainrensn schrieb gleich nach der mllls rrsdis gul ke kmr renäu llms tn-er nn coup.

Zeit,,,7g yo„ diesem unglücklichen Treffen an eine Und doch konnte Rebouler sagcn: 1,- tue x--u»

Frcunbjn: sei eu mr rcrribleoroge A eUnyer: ne errs ie ieul gut ir'co tur yas ebrgnle, er gni, rouc>ne ineleror plvs (yavcuNL -Mire: ü les rrois wäre- aeeoucrime gu'il eroic z Ue Fraruis üicces, ke ür voircbüux ürvoieur eombien la pcrce üe cerre baraille xor tä conikance superierir ou malbeur gus lös armesrious !l Lause Ue conckernatlon, ils repareroienr dien venoienc ckessuzer. O des Schmeichlers!

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