Vorrede.
Gebt uns erst das alles wieder, dann wollen wireuch Schäferlieder genug singen: Jtzt verzeiht esuns nur, daß wir euch mit keinen Hirngeburten umterhalten, denen ihr doch nicht ähnlich seyn wollt.
Eine andere Bcwandniß hat es mit den Sinn-und Scherzgedichten, daß die weggeblieben sind.Man meynte nicht, daß dem Leser viel damit gedientseynMnde. So hat auch der Herr Verfasser selbstniemals was Daraus gemacht, oder viele dergleichensinnreiche und scharfsinnige Einfalle aufgeschrieben,die er bey unterschiedenen Gelegenheiten gehabt, undin ein Paar Reime eingekleidet hat. Es ist leichtZu vermuthen, daß derjenige, der sich in grossen Din-gen zeigt, auch in kleinen fortkommen kan. DamitMan es aber auch glaube, so werde ich mir die Er-laubniß nehmen, ein Paar solcher Stückchen zumBeweise anzuführen.
Als er aus seinem Vaterlande gierig.
1724.
Ich bin dein Ebenbild, mein Freund , Ovidiuö!
Vkeil ich so wohl, wie du, mein Land verlassen muß ;wiewohl wir sind uns nicht in allem zu vergleichen;
^Üeil du die Flucht verdient, ich ohne Schuld muß weichen.
An den Herrn M. May, zu seinem
Geburtstage, »726.
Es hatten noch vor kurzer Zeit^lNerva, Erato und Svada einen Streik,
^er Mayens edlen Geist hinfort beherrschen sollte,^nerva sprach: Dieß Haupt gehöret mir.
Sein