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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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7
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Erste Ode. 7

Aer Musesmann im OrienteWich deiner Sorgfalt für das Reich;

Allein es regten sich im stolzen OccidenküDrey starke Machten fast zugleich.

Mit dir, Herr, stund das Recht im Bunds;

Dort kämpften List, Behendigkeit und Macht!

Sie stritten ohne Feind, und siegten ohne Schlacht,

Eh noch dein Heer im Felde stunde;

Dein Heer, das bald darauf der Krieger Wuth gedämpfek,Und tapfer für dein Recht gekämpfet.

Ihr Musen, sagt, was hier am Rheins,

Dort in Ausonien geschehn.

Da fochtest du, o Carl, mit dreyen ganz alleme;

Hier ließ ein vielfach Heer sich sehn.

Eugen mit seinen deutschen SchaarenHalt alle Macht der schnellen Franzen auf:

Dort hemmet Königseck der Bundsgenossen Lauf,

Soviel auch ihrerF-Hnen waren.

Wie leichtlich hätte sie auch Seckendorf bezwungen,

Wär ihm das Reich recht beygesprungen.

Äch! daß die Zwietracht deiner Glieder,

^ Deutschland! dir so schädlich ist:

^ur Neid und Eigensinn schlägt deine Kräfte nieder,Dadurch du sonst so furchtbar bist.

Wo sind die unbesiegten Waffen,

sonst so leicht die halbe Welt gezähmt?

Urzeiten hast du Rom im größten Flor beschämt,

E kanst du dir nicht Hülfe schaffen,

ist, Germanien, dein niebezwungner Degen,

^ sonst beständig obgelegen?

A 4 Was