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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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20
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2o Der Oden erstes Buch.

^hr habt die Wildniß selbst gezähmt,

Die Pest der Barbarey gehemmet,

Eik sonst zerstreutes Volk zur Sittsamkeit beqvemk,

Der Laster frechen Strom umdämmet.

Ihr habt das Mord«» abgebracht,

Das Rauben, die Gewalt gestöret;

Kurz, Sicherheit verschafft, und Ehrbarkeit gelehret,

Und bloß der Menschen Wohl bedacht.

Geseße, Gottesdienst, ja Ruhe, Lust und Leben,

Das, das habt ihr der Welt gegeben!

Wie dort der Nil AegyptenlandMit fettem Schlamme reichlich dünget.

Die Fluren fruchtbar macht, daß auch der heisse SandDie Saaten hundertfältig bringet,

Er theilt nur aus, und nimmt nichts mit.

Er schenkt, und heischet selbst nichts wieder:

So sind die Helden auch der milden Gottheit Bruder,Zu welcher man mit Freuden tritt;

Und die von unsrer Hand für alle Huld nichts fodert,Wenn unser Weihrauch ihr nur lodert.

August! unsterblichgrosses Haupt!

So viel geht uns in dir verlohren;

Das alles hak der Tod an dir der Welt geraubt,

Die dich zu ihrer Lust erkohren.

Ein ander preise dein Geschlecht,

Die Heldenreihe grosser Ahnen;

Ein ander deinen Muth bey jenen Siegesfahnen,

Die Stambol und Paris geschwächt:

Als dein gerechtes Schwerdt für Deutschlands Heil geblitzet,Die Donau und den Rhein geschähet.

Ein