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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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24
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24 Der Oden erstes Buch.

Daher ward auch dein HeldensitzDie sichre Freystadt aller Künste.

Du schmücktest deine Chur mit Wissenschaft und Witz,Und locktest Meister zum Gewinste.

Was Aug und Ohr ergetzen kan,

Die Tonkunst sammt der Kunst zu schildern,

Und manches seltne Stück von wohlgeschnißten Bildern,Trifft Deutschland nirgend schöner an,

Als wo du, Held, gewußt, Europens SeltenheitenDurch Gnad und Wohlthun hinzuleiten.

Ahr schlauen Priester der Natur,

Kommt, seht in Dreßden ihre Schätze..

Verfolgt hier fernerweit die halberrathne SpurDer ewig wahren Grundgesetze.

Des Zwingers auserlesne PrachtEnthält, m vollen Wundergängen,

Den allzureichen Stoff zu hundert Lobgesängen,

Von unsers Schöpfers weisen Macht:

Und zeigt zu gleicher Zeit, wie weit es dem BemühenDer Wissenschaft und Kunst gediehen.

Dort, wo der Africaner SandDie braunen Saracenen brennet:

Da ist August nun auch den Barbarn schon bekannt,

Da wird sein Name groß genennet.

Der Mehr erstaunet, wenn er sieht,

Was Sachsens Bothen dort verlangen :

Was er ganz unachtsam bisher vorbey gegangen,Erwecket itzo sein Gemüth.

So macht der Held, daß uns die Güter fremder Erden,Durch seinen Vorschub, eigen werden.