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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
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50
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zo Der Oden erstes Buch.

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XII. Ode.

Auf die in Leipzig

Angenommene Erbhuldigung.

Im April des i?ZZ. Jahres.

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^-Nie Nacht ist hin, der Tag bricht an!

O Sachsen, auf aus deinem Schlummer!

Vergiß, was dich betrüben kan,

Und fasse dich nunmehr nach herbem Gram und Kummet'Was weinst du doch um deinen Held,

August, die Lust der halben Welt,

Den du, so wie es schien, vor kurzer Zeit verlohren?

Getrost! du irrst. Er lebet noch,

Er lebt! ach jauchze, jauchze doch!

Und zeigt sich nur verjüngt und gleichsam neu gebohrt»«

23ie eine zarte Braut erwacht,

Wenn sie des Liebsten Stimme höret,

Nachdem der Hochzeitkerzen Pracht

Ein trauriges Gerücht von seiner Gruft gestöret;

Sie rafft sich auf, und sieht umher.

Und horcht bestürzt, und zweifelt sehr,

Ob irgend sie dabey ein süsser Traum betrogen;

Doch endlich glaubt sie, was sie sieht,

Und weil ihr Glück nun wieder blüht,

So wird im Augenblick der Brautschmuck angezogen:

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